Ich beschäftige mich gerade systematisch mit der Kostenstruktur des neuen AVD 2027 und bin dabei auf ein Problem gestoßen: Wenn ich zwei identische Sparpläne mit nur 0,3% TER-Unterschied durchrechne (z.B. 0,15% vs. 0,45%), zeigen unterschiedliche Online-Rechner am Ende der 30-Jahres-Laufzeit Unterschiede im fünfstelligen Bereich. Das kann nicht sein – die sollten gleich rechnen, wenn die Annahmen identisch sind.
Meine Frage: Wie genau modellieren diese Rechner die TER-Abzüge? Werden die täglich abgezogen (was realistischer wäre) oder nur jährlich? Wird die TER auf das Brutto-Gesamtkapital angewendet oder kontinuierlich auf den laufenden Bestand? Und – sehr wichtig für meine Analyse – welche Tracking-Apps oder Excel-Modelle dokumentieren transparent, wie sie die Kostenkalkulation durchführen?
Ich will das nicht nur verstehen, sondern auch nachvollziehbar in meinen eigenen Vergleich einbauen. Hat jemand von euch schon zwei Rechner mit identischen Parametern getestet und die Unterschiede analysiert?
Gute Frage, Marcus W.! Ich bin da auch drauf reingefallen am Anfang. Die meisten Online-Rechner rechnen die TER tatsächlich nur jährlich ab, obwohl es in der Realität täglich passiert. Das führt zu den Unterschieden, die du beobachtest – vor allem über 30 Jahre summiert sich das ordentlich auf.
Ich hab mir dann ein einfaches Excel-Modell gebaut, wo ich die Kosten monatlich vom laufenden Bestand abziehe. Das ist näher an der Realität. Bei der Suche nach dem richtigen Rechner würd ich auf die Seiten der größeren Fondshäuser gucken – die dokumentieren ihre Formeln teilweise.
Für meine Planung mit dem AVD 2027 war das wichtig zu verstehen, weil mir die Gebührenunterschiede bei Immobilien-ETFs besonders interessieren. Die können teilweise höhere TER haben. Wenn du willst, können wir tauschen, wie wir unsere Modelle gebaut haben – vielleicht hilft dir das weiter!