Hey zusammen, ich bin gerade in mein erstes Vollzeitjob als Software-Developer eingestiegen und plane, ab Januar 2027 konsequent 200€ monatlich ins neue Altersvorsorgedepot zu schichten. Meine Frage ist weniger "wieviel Endkapital", sondern eher: Welche konkrete ETF-Allokation macht bei dieser Sparquote langfristig am meisten Sinn?
Ich habe mir verschiedene Szenarien durchgerechnet – mit meinen Tools natürlich – und sehe da große Unterschiede je nachdem, ob ich 80/20 Aktien/Anleihen fahre oder eher 100% MSCI World + Emerging Markets. Bei 38 Jahren bis Renteneintritt sollte theoretisch aggressiv sinnvoll sein, aber ich frage mich: Spielt die Gewichtung bei dieser "kleinen" monatlichen Rate überhaupt eine relevante Rolle für das Endergebnis?
Auch interessiert mich: Wie kalkuliert ihr die TER-Auswirkung über 30+ Jahre wirklich ein? Die Rechner unterscheiden sich da teilweise deutlich. Gibt es einen Renditerechner, der ETF-basierte Sparpläne mit realistischen Kosten und ohne optimistische Erwartungen durchrechnet?
Danke für konkrete Erfahrungen!
Das ist ne gute Frage, Marc. Nach meiner Rückkehr ins Berufsleben beschäftigt mich ähnliches – nur dass ich inzwischen mit den Inflationsauswirkungen deutlich kritischer umgehe als noch vor 15 Jahren.
Zur Allokation: Bei 200€/Monat ist der absolute Unterschied zwischen 80/20 und 100% Aktien statistisch weniger dramatisch als viele denken, aber psychologisch kann er erheblich sein – in Krisenphasen vor allem. Ich fahre selber eher 70/30, weil mir die mentale Stabilität über Jahrzehnte wichtiger ist als die zusätzlichen 0,3–0,5% nominale Rendite.
TER-Effekt: Das ist tatsächlich unterschätzt. 0,2% Unterschied TER klingt marginal, macht aber über 35 Jahre echten Unterschied. Ich nutze Tabellenkalkulationen und rechne das explizit durch – die meisten Online-Rechner bagatellisieren das.
Zum Renditerechner: Schau dir an, welche mit realistischen 4–5% durchschnittlichen Aktienrenditen rechnen (nicht 7%+). Und achte darauf, dass die Inflation wirklich korrekt abgezogen wird. Siehe auch meinen älteren Thread zu echten Renditen vs. Kaufkraft – da habe ich paar konkrete Tools zusammengetragen.