Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, die verschiedenen Renditerechner für das AVD 2027 zu testen und bin auf ein Problem gestoßen: Die Online-Rechner geben mir bei identischen Eingaben völlig unterschiedliche Ergebnisse, wenn ich Kinderzulage und nachgelagerte Besteuerung zusammen kalkuliere.
Mein Szenario: Ich zahle monatlich 400€ ein, habe zwei Kinder (also 400€ Kinderzulage pro Jahr), und überlege zwischen einem klassischen Mischfonds (ca. 1,2% TER) und einem All-World-ETF (ca. 0,12% TER). Über 30 Jahre sollte der ETF deutlich besser sein – aber wie wirkt sich das mit der Kinderzulage UND der nachgelagerten Besteuerung wirklich aus?
Das eine Tool sagt mir, die Kinderzulage wird als Sparquote mitgerechnet, das andere sagt, sie ist separate Förderung. Beim Mischfonds wird Kapitalertragsteuer erwähnt, beim ETF nicht – ist das richtig?
Ich möchte das bis Januar 2027 wirklich durchblicken. Hat jemand von euch die Rechner verglichen oder selbst eine Tabelle gebaut, um das korrekt abzubilden?
Danke für Erfahrungen!
Das liegt auch daran, dass viele klassische Rentenversicherungen als "Mischfonds" in die Rechner eingebaut werden, obwohl das zwei verschiedene Dinge sind. Eine Rentenversicherung mit Garantieleistung bietet Sicherheit, die ein ETF nicht gibt – und die wird in reinen Renditerechner IMMER schlecht aussehen, weil die Garantie eben kostet. Das ist aber nicht unfair, das ist einfach der Preis für Sicherheit. Wenn du wirklich vergleichen willst, solltest du klassische RV (mit Garantie) und ETF als zwei separate Szenarien rechnen, nicht gemischt. Dann wird klarer, was du wirklich willst: maximale Rendite oder Verlustschutz?
Markus, guter Punkt mit der Vergleichbarkeit. Ich analysiere da immer die Kostenquoten der einzelnen Anbieter sehr gründlich – manche verstecken Gebühren in Verwaltungskosten, manche nicht. Bei deinem Szenario: Die 1% TER-Differenz ist real, aber in den Gesamtkosten der Anbieter-Struktur oft nicht die größte Komponente. Interessanter finde ich: Welcher Anbieter nimmt dir die Kinderzulage automatisch mit, wie werden Gebühren transparent gemacht, und – das wichtigste – wie ist die Integration mit der Steuererklärung 2027 gelöst? Ich hab hier mal die Effektivkosten verschiedener Anbieter durchgerechnet. Der Rechner-Nachteil lässt sich auch mit eigenen Parametern beheben – wen nutzt du denn gerade?