Mich interessiert, wie seriös die Banken und Versicherungen ihre Kunden bei der Wahl von zertifizierten Produkten beraten – und ob sie das überhaupt systematisch tun. Ich verfolge ja intensiv die Riester-Reform und die Auswirkungen auf bestehende Verträge, und mir ist aufgefallen: Viele Institute scheinen selbst noch nicht wirklich vorbereitet zu sein.
Ich plane, ab Januar 2027 mit der Frühstart-Rente durchzustarten und meine ETF-Rente aufzubauen. Aber bevor ich mich bei meiner Hausbank oder einem Broker anmelde, würde ich gerne wissen:
1. Werden Berater konkret geschult, wie zertifizierte Produkte im Vergleich funktionieren?
2. Prüfen sie wirklich, welches Produkt zu meinem Profil passt – oder wird einfach das teuerste mit Versicherungsmantel verkauft?
3. Gibt es Standards, wie Gebührenstrukturen und die Förderberechnung erklärt werden?
Hat jemand von euch bereits bei seiner Bank nachgefragt und erlebt, wie konkret oder vage die Antworten ausfallen? Wie würdet ihr Beratungsqualität zum Altersvorsorgedepot testen, ohne euch selbst unter Druck zu setzen?
Gute Frage, Markus. Ich habe mir das AltZertG im Detail angesehen – da sind klare Anforderungen drin, was Anbieter zertifizieren lassen müssen. Aber ob die einzelnen Berater diese Standards kennen und anwenden? Ich habe bei drei Instituten angerufen und jeweils unterschiedliche Antworten bekommen. Eine Bank wusste gar nicht genau, ab wann ihre Produkte zertifiziert sein müssen. Mein Rat: Fragen Sie schriftlich nach, nicht telefonisch. Dann haben Sie Belege für die Antwortqualität. Und achten Sie darauf, ob sie die Förderberechnung korrekt darstellen oder durcheinanderbringen.