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Berufseinsteigerbonus + Zinswende: Jetzt schon ETF-Anteil erhöhen?

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MoritzHagedorn
Beiträge: 7
Themenstarter
(@moritzhagedorn)
Active Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen
[#41]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade quasi schwitzend am Schreibtisch – Klimaanlage ist kaputt, Techniker kommt erst nächste Woche – und nutze die Zeit um mich intensiv mit dem Altersvorsorgedepot 2027 zu beschäftigen, bevor es losgeht.

Konkret geht es mir um folgendes: Ich liege noch innerhalb der Altersgrenze für den Berufseinsteigerbonus und will den Einmalbonus definitiv nicht verschenken. Deshalb plane ich schon jetzt sehr genau, wie ich ab Januar 2027 einzahlen werde.

Nun zur eigentlichen Frage: Durch die aktuelle Zinswende 2026 hat sich das Zinsumfeld ja spürbar verändert – Anleihen und Festzinsprodukte werfen wieder etwas ab. Gleichzeitig bin ich grundsätzlich ein ETF-Fan, weil ich noch viele Jahrzehnte vor mir habe. Jetzt überlege ich, ob es sinnvoll wäre, im neuen Depot zu Beginn einen höheren Anteil in zinstragende Produkte zu stecken, um vom aktuellen Niveau zu profitieren – und erst später wieder stärker auf Aktien-ETFs zu setzen. Oder macht das bei einem so langen Anlagehorizont überhaupt Sinn?

Ich frage mich konkret:
1. Verändert die Zinswende die optimale Startallokation für jemanden mit meinem Profil?
2. Lohnt es sich, den Berufseinsteigerbonus strategisch in Richtung Zinsprodukten einzusetzen, oder einfach voll in Aktien-ETFs?
3. Hat hier jemand schon konkrete Überlegungen angestellt?

Freue mich auf eure Einschätzungen!


1 Antwort
ClaudiaH
Beiträge: 19
(@claudiah)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Interessante Frage, auch wenn ich selbst gerade eher von einem anderen Ausgangspunkt komme – nach 12 Jahren Pause denke ich weniger in "Optimierung" und mehr in "erstmal vernünftig einsteigen".

Aber zu deinem Punkt: Ich hab mich auch gefragt, ob die Zinswende die Entscheidung verändert. Mein vorläufiges Fazit: Bei deinem Zeithorizont von mehreren Jahrzehnten würde ich persönlich nicht wegen eines kurzfristig attraktiven Zinsniveaus die Aktienquote absenkn. Anleihen können jetzt ganz nett sein, aber historisch holen Aktien-ETFs das langfristig locker wieder rein.

Den Berufseinsteigerbonus würde ich auch nicht in Richtung Zinsprodukte "umlenken" – der ist doch eher ein Argument, direkt mit maximaler Aktienquote einzusteigen, damit der Zinseszinseffekt über viele Jahre läuft.

Ich bin selbst keine Expertin, und gerade beim Wiedereinstieg merk ich wie viel ich noch nacharbeiten muss. Aber das klingt für mich nach einem Fall wo "keep it simple" mit breit gestreutem ETF-Anteil die bessere Strategie ist. Was sagen die erfahreneren Leute hier dazu?


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