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Monatlich oder quartalsweise einzahlen – was bringt mehr im Sparplan?

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Werner-Kstner
Beiträge: 1
Themenstarter
(@werner-kstner)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen
[#47]

Guten Tag zusammen,

ich beschäftige mich seit einigen Monaten intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027, auch wenn ich als Rentner eigentlich nicht mehr die typische Zielgruppe bin. Mich interessiert das Thema aber trotzdem – unter anderem wegen meiner Kinder und Enkelkinder, denen ich gerne fundierte Ratschläge geben möchte.

Nun bin ich auf eine Frage gestoßen, die mich wirklich beschäftigt: Macht es einen relevanten Unterschied, ob man den Sparplan monatlich oder quartalsweise bespielt? Ich habe gelesen, dass beim sogenannten Cost-Averaging-Effekt die Häufigkeit der Einzahlungen eine Rolle spielen kann. Monatlich klingt intuitiv besser, weil man öfter zu unterschiedlichen Kursen kauft. Aber andererseits fallen bei jedem Kauf ja auch Transaktionskosten an – zumindest bei manchen Anbietern.

Somit frage ich mich: Überwiegt der Vorteil des häufigeren Kaufens die möglichen Mehrkosten? Oder ist der Unterschied in der Praxis so gering, dass es kaum eine Rolle spielt?

Ich lese das hier im Forum schon eine Weile mit und merke, dass viele von Ihnen viel Erfahrung haben. Vielleicht hat jemand das sogar schon konkret durchgerechnet oder Simulationen dazu gesehen?

Für jeden Hinweis bin ich dankbar. Die Urlaubszeit naht zwar, aber solche Fragen lassen mich auch im Sommer nicht los.

Mit freundlichen Grüßen,
Werner K.


1 Antwort
Andreas-Richter
Beiträge: 1
(@andreas-richter)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Guten Tag Werner,

die Frage ist berechtigt, aber ich sage es direkt: In der Praxis ist der Unterschied zwischen monatlich und quartalsweise bei langen Anlagehorizonten – und der ist beim Altersvorsorgedepot ja der entscheidende Faktor – erstaunlich gering. Mehrere Studien, u.a. von Vanguard, haben das durchgerechnet. Der theoretische Cost-Averaging-Vorteil durch höhere Frequenz ist real, aber marginal.

Was viel stärker ins Gewicht fällt: die Transaktionskosten. Bei Anbietern, die pro Ausführung abrechnen, kann Quartalsweise tatsächlich günstiger sein, gerade bei kleineren Sparraten. Bei ETF-Sparplänen ohne Ausführungsgebühren – und da wird sich einiges tun im Rahmen des neuen Depots – spielt das keine Rolle mehr.

Mein Hinweis für Ihre Enkel: Lieber monatlich und diszipliniert als quartalsweise und unregelmäßig. Die Verhaltenskomponente unterschätzt man leicht. Einmal den Rhythmus unterbrochen, und schon schiebt man Einzahlungen auf.

Viele Grüße,
Andreas Richter


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