Ich möchte noch kurz auf die Kostenseite eingehen, weil ich das in diesem Thread noch nicht ausreichend beleuchtet sehe – und ich hab mich damit zuletzt intensiv beschäftigt, gerade im Zusammenhang mit dem Kostendeckel 2027.
Der Kaufkraftverlust entsteht nicht nur durch Inflation, sondern auch durch zu hohe Produktkosten. Bei einem Depot über 40 Jahre wirken selbst 0,3% Mehrkosten jährlich wie eine stille Inflation auf euer Kapital. Wenn man also Strategien gegen Kaufkraftverlust plant, gehört die Kostenoptimierung zwingend dazu – genauso wie die Asset-Allokation.
Für den konkret genannten 40-Jahres-Horizont: Ein global diversifizierter Aktien-ETF mit niedrigen laufenden Kosten ist die empirisch am besten belegte Antwort auf Kaufkraftverlust. Rohstoffe als Beimischung mögen kurzfristig hilfreich sein, langfristig ist die Datenlage dünn. Ich würde das nicht über 5-10% des Depots ausdehnen.
Die Frage ob man verschiedene Inflationsszenarien modellieren soll: Ja, aber nicht als Parallelstrategien sondern als Sensitivity-Check. Rechnet durch ob eure geplante Sparrate bei 1% und bei 4% Inflation das gleiche Ziel erreicht – und passt dann die Einzahlungshöhe an, nicht die Produktwahl.
also ich seh das recht pragmatisch – bin Mitte 20 und hab noch locker 40 Jahre vor mir. Für mich ist das eigentlich einfach: maximale Aktienquote am Anfang, das lässt das neue Depot ja eh zu soweit ich weiß, und dann irgendwann gegen Ende hin umschichten.
Diese ganze Diskussion über verschiedene Szenarien und Rohstoffe etc. – ich glaub da verliert man sich schnell. Kostet Zeit die man eigentlich einfach in die Einzahlung stecken sollte. Den besten Inflationsschutz ist halt halt einfach: früh starten, viel einzahlen, global streuen, Kosten niedrig halten. Das war historisch der zuverlässigste Ansatz.
Und klar – niemand weiß was in 40 Jahren ist. Aber wer darauf wartet die perfekte Strategie zu haben, fängt vielleicht erst mit 35 an. Das kostet dann richtig Kaufkraft.