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Geldmarkt-ETF als Parkposition bei hoher Inflation?

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VorsorgePro58
Beiträge: 60
Themenstarter
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#92]

Hallo zusammen,

ichn bin gerade dabei, meine Strategie fürs neue Altersvorsorgedepot 2027 zu planen. Als Handwerker habe ich ja eher unregelmäßige Einnahmen und möchte flexibel bleiben.

Meine Frage: Macht es Sinn, in den kommenden Monaten bis zum 01.01.2027 einen Teil meiner Ersparnisse in einen Geldmarkt-ETF zu parken statt aufs Tagesgeldkonto? Bei den aktuellen Zinsen sind die Renditen ja ähnlich, aber ich hätte dann schon eine Position, die ich direkt ins Depot übernehmen könnte.

Andererseits lese ich überall, dass Geldmarkt-ETFs gerade bei hoher Inflation nicht wirklich vor Kaufkraftverlust schützen. Lohnt sich das also, oder bin ich damit eher auf dem falschen Weg?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Nutzt ihr für Geringverdiener und Selbstständige eher klassische Sparprodukte oder schon ETF-Positionen vor dem Depotstart?


5 Antworten
Bernd K.
Beiträge: 9
(@rentendepot42)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine Frage, die sehr an die Frage nach Effizienz rührt.

Kalkuliere ich das konkret durch: Ein Geldmarkt-ETF mit ca. 2,5% Rendite bei 2,5% Inflation ergibt dir eine Realrendite von quasi 0%. Obendrauf: Kapitalertragssteuer auf die 2,5% (ca. 26,375%), d.h. netto 1,85% Ertrag. Nach Inflation? Minusrendite.

Dagegen die Grundzulage im neuen Depot: 50 Cent pro Euro, die ich einzahle – das ist sofort 50% Rendite, unabhängig von Marktlage. Das ist nicht zu schlagen.

Mein Rat: Tagesgeld-Quote bis Jahresende maximieren, ab Januar dann konsequent ins Depot mit der Förderung arbeiten. Das ist die einzige rationale Rechnung.


Antwort
Stefan W.
Beiträge: 31
(@s-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessanter Ansatz, aber ich sehe da ein grundsätzliches Problem: Du vermischst zwei völlig unterschiedliche Anlage-Logiken.

Das neue Altersvorsorgedepot 2027 ist ein langfristiges, gefördertes Vorsorgeprodukt. Eine Parkposition davor sollte deshalb kurzfristig, hochliquide und (optimal) unversteuert sein. Geldmarkt-ETFs sind zwar liquide, aber ab dem ersten Euro versteuern sich die Erträge.

Beim Altersvorsorgedepot selbst würde ich dir eher die Garantieprodukte mit 80%-ETF-Quote empfehlen – das gibt dir Sicherheit und renditet trotzdem anständig. Das sollte deine Hauptstrategie sein, nicht eine ETF-Position daneben.

Für die Parkposition: Tagesgeld oder Festgeld ist die saubere Lösung. Alles andere ist Overhead.


Antwort
Depot-Pro28
Beiträge: 60
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Korrekt, das macht wenig Sinn.


Antwort
Claudia H.
Beiträge: 32
(@claudiah)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

VorsorgePro58, das kann ich total nachvollziehen – bei der Rückkehr ins Berufsleben kalkuliere ich auch intensiv.

Aber ehrlich: Geldmarkt-ETFs sind jetzt im Sommer vor dem Depot-Start ein Zwitter-Produkt. Du brauchst bis 31.12. echte Liquidität und Sicherheit – das gibt dir Tagesgeld besser. Ab 01.01.2027 brauchst du Altersvorsorge – da gibt es bessere, geförderte Lösungen.

Eine Strategie könnte sein: Tagesgeld-Puffer bis Jahresende, dann komplett ins Standarddepot mit Frühstart-Rente. Das ist für Personen wie uns, die familiär unterbrochen haben, optimal, weil die Grundzulage auch die Vorsorgelücken ausgleicht.


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