Hey zusammen, ich bin noch relativ neu in der ganzen Geldanlage-Thematik und versuche gerade, mich auf das Altersvorsorgedepot 2027 vorzubereiten.
Meine Frage: Was ist denn der praktische Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs, wenn es um die neue Förderung geht? Ich lese überall unterschiedliche Meinungen und bin ehrlich gesagt verwirrt.
Ich bin 24 und möchte jetzt schon anfangen zu sparen – nicht nur für die Altersvorsorge, sondern um generell ein Gefühl für Vermögensaufbau zu bekommen. Mein Plan ist, monatlich einen kleinen Betrag einzuzahlen. Mich interessieren dabei auch alternative Anlageklassen wie Rohstoffe, aber erst mal möchte ich die Grundlagen mit breiteren ETFs verstehen.
Welche Variante würde für einen Anfänger mit 30+ Jahren Sparzeit mehr Sinn machen? Geht mir auch um die steuerliche Seite – macht das im Förderkontext einen Unterschied?
Danke für Tipps!
Gute Frage, Tino. Kurz gesagt: Bei thesaurierenden ETFs werden Dividenden automatisch reinvestiert, bei ausschüttenden bekommst du sie ausgezahlt.
Für dich als Anfänger mit langem Horizont würde ich thesaurierend empfehlen. Der Grund ist simpel: Zinseszinseffekt über 30+ Jahre ist massiv, und du sparst dir die Verwaltung der Ausschüttungen. Steuerlich ändert sich mit der neuen Förderung ab 2027 einiges – die genauen Regelungen zur Besteuerung im AVD klären sich noch, aber thesaurierend hat historisch für junge Sparer fast immer besser funktioniert.
Bei deinem Sparplan mit kleinen monatlichen Raten ist ausschütten auch unpraktisch – würde ja nur wenige Euro monatlich ankommen.
Mein Tipp: Fang mit einem breiten Welt-ETF an (MSCI World oder FTSE All-World), thesaurierend, und lass ihn laufen. Rohstoffe später, wenn du mehr verstanden hast – sind komplexer als sie wirken.