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Kapitalschutz im Altersvorsorgedepot – was passiert im Pleitefall?

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T.Brinkmann
Beiträge: 6
Themenstarter
(@t-brinkmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen
[#44]

Hallo zusammen,

nachdem ich mich jetzt schon eine Weile mit dem neuen Altersvorsorgedepot beschäftige, bleibt bei mir eine Frage hängen, die ich bisher nirgendwo wirklich befriedigend beantwortet gefunden hab:

Was passiert eigentlich mit meinem angesparten Kapital, wenn der Anbieter – also die Bank oder der Broker – pleite geht? Ich meine, man zahlt da über Jahrzehnte ein und wenn kurz vor der Rente irgendwas schiefläuft, wäre das ja eine Katastrophe.

Bei normalen Bankguthaben gibt es ja die Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Aber das Altersvorsorgedepot ist ja ein Depot, kein Tagesgeldkonto. ETFs und Aktien gelten rechtlich als Sondervermögen, hab ich irgendwo gelesen – aber ich versteh nicht genau, was das konkret bedeutet und ob das wirklich ausreicht.

Dazu kommt: Was ist, wenn der Fonds selbst in Schwierigkeiten gerät? Also nicht der Broker, sondern der Fondsanbieter selbst? Ist das ein anderes Risiko?

Ich frag das auch, weil ich gerade mit der Urlaubsplanung beschäftigt bin und dabei merke, dass ich mir über längere Zeiträume generell mehr Gedanken mache als früher – Sicherheit spielt da für mich eine größere Rolle. Würde mich freuen, wenn jemand das etwas aufdröseln kann. Bin kein Finanzprofi, also gerne verständlich erklären!

Danke
T.Brinkmann


2 Antworten
Matthias79
Beiträge: 3
(@matthias79)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Stefan hat das eigentlich gut zusammengefasst. Ich würd aber noch ergänzen: Das Sondervermögen schützt dich vor Anbieterpleite, aber natürlich nicht vor Kursverlusten. Wenn der Markt crasht, crasht dein Depot mit – egal wie sicher der rechtliche Rahmen ist.

Ich hab mich in dem Berufseinsteiger-Thread auch mit der Frage beschäftigt, ob das Depot für meine Situation sinn macht, und da ist mir aufgefallen: Viele verwechseln rechtliche Sicherheit mit Anlagerisiko. Das sind zwei völlig verschiedene Ebenen.

Rechtlich: Sondervermögen = sicher vor Insolvenz des Anbieters. Wirtschaftlich: Dein Kapital schwankt je nach Marktlage. Das Altersvorsorgedepot 2027 wird ja nach aktuellem Stand keine Beitragsgarantie mehr vorschreiben, wie das bei alten Riester-Verträgen der Fall war. Heißt: Du trägst das Marktrisiko selbst. Das find ich ehrlich gesagt okay – langfristig spricht vieles für Aktien – aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt.


Antwort
Markus8268
Beiträge: 1
(@markus8268)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen

Kurz gesagt: Wegen Anbieterpleite brauchst du dir keine schlaflosen Nächte machen. Das Sondervermögen ist klar geregelt. Was Fonds und Zertifizierung angeht, hab ich dazu schon einiges im AltZertG-Thread geschrieben – da geht es u.a. darum, was die Zertifizierungspflicht für zugelassene Produkte bedeutet. Wer zugelassene Produkte im Depot hält, hat schon eine gewisse Vorauswahl an regulierten Vehikeln. Marktrisiko bleibt natürlich.


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