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Altes Depot einfach ummelden oder komplett neu aufbauen?

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DepotDaddy42
Beiträge: 1
Themenstarter
(@depotdaddy42)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen
[#42]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade hier und plane eigentlich meinen Sommerurlaub, aber statt Strandfotos durchzublättern beschäftige ich mich mal wieder mit meinem Depot – typisch ich 😄

Ich hab seit ca. 8 Jahren ein normales Wertpapierdepot bei einer Direktbank laufen, da sind ETFs drin, ein paar Einzelaktien und ein Sparplan läuft auch. Jetzt frag ich mich: Wenn das Altersvorsorgedepot 2027 an den Start geht – muss ich da komplett neu anfangen? Oder gibt es irgendwie eine Möglichkeit, das bestehende Depot da "reinzuführen" oder zumindest Positionen rüberzuschieben ohne alles zu verkaufen?

Das wäre nämlich mein Hauptproblem: Wenn ich alles verkaufen muss, dann entstehen Steuern auf die Gewinne, die sich über die Jahre angesammelt haben. Das ist ne ziemlich dicke Summe und ich würde das lieber vermeiden.

Gibt's da Regelungen im neuen Gesetz die sowas erlauben? Oder ist das wishful thinking und ich muss das neue Depot halt von Null aufbauen und das alte weiterlaufen lassen wie bisher?

Wäre super wenn jemand dazu schon was Konkretes gelesen hat. Danke!


4 Antworten
LaraKoch
Beiträge: 6
(@larakoch)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ganz kurz von mir: Ich hab mich mit den Kostenstrukturen vom neuen Depot intensiv beschäftigt (s. ETF-Kosten-Thread) und da wird schon klar dass das ein komplett eigenständiges Produkt wird. Kein Übertrag von außen, kein Ummelden – du startest da bei null. Ist halt so, finde ich persönlich auch schade, aber das erhöht zumindest die Transparenz des Systems.


Antwort
TechMike_92
Beiträge: 23
(@techmike_92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich seh das genauso wie CodeInvestor oben. Steuerneutrale Sacheinlagen sind bei sowas schlicht nicht drin, das wäre ja fast zu schön.

Aber mal ne andere Perspektive: Muss das überhaupt ein Problem sein? Du könntest doch einfach dein altes Depot so lassen wie's ist und das neue Altersvorsorgedepot separat besparen. Dann hast du ab 2027 quasi zwei Standbeine – einmal gefördert, einmal normal. Der Sparplan im alten Depot muss ja nicht aufhören.

Ich selbst überleg bei sowas immer, ob der steuerliche Vorteil durch die Förderung den "Neustart" rechtfertigt. Kommt halt drauf an wie hoch deine bisher angesammelten Gewinne sind und wie viel du jährlich einzahlen kannst. Wenn du schon 8 Jahre bespart hast, dürfte das alte Depot auch so ganz ordentlich performen.


Antwort
Markus77
Beiträge: 3
(@markus77)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Ich hab mich mit der Frage online-Broker vs. Beratung bei sowas schon öfter auseinandergesetzt (ich hab da auch mal im entsprechenden Thread was geschrieben), und ehrlich gesagt würd ich hier wirklich mal nen Steuerberater einschalten bevor man irgendwas entscheidet.

Nicht weil ich das nicht einschätzen kann – sondern weil sowas wirklich individuell ist. Dein Steuersatz, wie lange du noch bis zur Rente hast, wie groß die stillen Gewinne im alten Depot sind... das spielt alles eine Rolle.

Grundsätzlich: Parallelbetrieb alter Depot + neues Altersvorsorgedepot ist wohl der realistischste Weg für die meisten. Aber manchmal lohnt sich auch ein stufenweiser Umschichtung über mehrere Jahre, wenn man die Freibeträge klug nutzt. Kommt auf die Zahlen an.


Antwort
CodeInvestor_87
Beiträge: 39
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Die kurze Antwort: Ein direktes "Ummelden" oder steuerneutrales Übertragen von einem normalen Depot in das geförderte Altersvorsorgedepot ist nach aktuellem Stand des Altersvorsorgereformgesetzes nicht vorgesehen. Das sind zwei komplett verschiedene Depotarten mit unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Das bedeutet leider: Willst du Positionen ins Altersvorsorgedepot einbringen, müsstest du sie im normalen Depot verkaufen (Steuern fällig auf realisierte Gewinne) und dann frisch einzahlen – aber natürlich nur bis zum jeweiligen Jahreshöchstbetrag, der für die Förderung gilt.

Das ist tatsächlich ein Punkt, der viele beschäftigt. Ich hab dazu auch im Thread zu den Koalitionsvertrag-Auswirkungen auf die Förderbeträge 2027 was gelesen – da wird klar, dass das System bewusst neu aufgesetzt wird, ohne Altdepots einzubinden.

Meine Empfehlung: Altes Depot einfach parallel weiterlaufen lassen. Das muss kein Nachteil sein, du hast dann zwei Töpfe mit unterschiedlicher Förderlogik.


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