Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, meine Strategie fürs neue Altersvorsorgedepot ab Januar zu planen. Als Projektmanager verdiene ich gut und möchte die Grundzulage von bis zu 360 Euro jährlich vollständig mitnehmen – das sind ja 10% auf bis zu 3.600 Euro Beitrag pro Jahr.
Meine Frage: Brauche ich wirklich ein kompliziertes Multi-ETF-Depot mit 5, 6 oder 7 verschiedenen Positionen, um von der beitragsproportionalen Förderung optimal zu profitieren? Oder reichen drei gut gewählte ETFs aus – etwa ein Welt-Aktien-ETF, ein Anleihen-ETF und vielleicht noch einer für Schwellenländer – um die volle Förderung zu bekommen und dabei die Gebührenstruktur nicht zu zerlegen?
Especially interessiert mich: Zählt bei der nachgelagerten Besteuerung später jeder ETF einzeln, oder wird die Förderung wirklich auf die Gesamt-Wertentwicklung angerechnet, egal wie viele Positionen ich halte? Gibt es einen Break-Even-Point, ab dem mehr Diversifikation mir mehr Kosten als Nutzen bringt?
Gerne Input von euch – danke schonmal!
Gute Frage, Marco. Aus meiner Erfahrung als Rentner kann ich dir sagen: Die Förderung selbst ist unabhängig von der Anzahl deiner ETFs – sie wird auf die Gesamteinzahlung gewährt, nicht auf einzelne Positionen. Bei der nachgelagerten Besteuerung wird dein gesamter Auszahlungsbestand versteuert, also zählt wirklich nur die Summe.
Für deinen Fall mit 3.600 Euro Jahresbeitrag würde ich sagen: Drei gute ETFs sind völlig ausreichend. Dein MSCI World als Kern, ein solider Anleihen-ETF (EU-Staatsanleihen oder Global Bonds), und bei Bedarf noch Schwellenländer – das ist diversifiziert, die TER-Kosten bleiben überschaubar (zusammen unter 0,3%), und du sparst dir nerviges Rebalancing. Jeder zusätzliche ETF kostet dich nur Aufmerksamkeit und mögliche Spreads beim Kauf.