Hallo zusammen, ich bin seit ein paar Monaten Rentner und beschäftige mich gerade intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027. Eigentlich dachte ich, meine Vorsorgephase wäre vorbei – aber die beitragsproportionale Förderung macht mich doch neugierig.
Meine Frage richtet sich vor allem auf Rohstoffe: Viele Artikel und Ratgeber sprechen von Rohstoff-ETCs als Beimischung für Inflationsschutz. Aber wenn ich jetzt mit 65 einen Sparplan über 25-30 Jahre plane – macht das noch Sinn? Ich bin nicht risikoavers, aber langfristig möchte ich das Geld auch wirklich entnehmen können, nicht spekulieren.
Besonders interessiert mich: Wie vergleiche ich die echten Effektivkosten von verschiedenen Rohstoff-ETCs? Manche Anbieter werben mit niedrigen TERs, aber dann kommen noch Verwaltungsgebühren fürs Depot hinzu. Und wie wirkt sich eine höhere Rohstoffquote auf die Zulagenhöhe aus – ist das relevant?
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennt sich mit den Kostenstrukturen aus? Danke schon mal.
Hey Helmut, gute Frage – das beschäftigt mich auch gerade. Ich baue seit 15 Jahren systematisch mit ETFs auf und bin jetzt dabei, meine Strategie auf das neue Depot ab 2027 auszurichten.
Zu deinem Setup: Mit 65+ und 25-30 Jahren Haltedauer ist eine moderate Rohstoffbeimischung (5-12%) durchaus sinnvoll, nicht für Spekulation, sondern als echter Inflationsschutz. Gerade wenn du später flexibel entnehmen möchtest, braucht dein Depot etwas Diversifikation.
Bei den Effektivkosten: Das ist tatsächlich der knifflige Teil. Schau nicht nur auf TER – vergleich die Gesamtkostenquote inklusive Depotgebühr, Ordergebühren und etwaiger Spreads. Manche Rohstoff-ETCs haben versteckte Tracking Errors, die deine echte Rendite auffessen. Ich nutze dafür die Gebührenrechner der Anbieter selbst, aber rechne immer +0,2-0,4% Sicherheitsmarge ein.
Zur Förderung: Die beitragsproportionale Förderung orientiert sich an deinen Gesamtbeiträgen, nicht an der Assetallokation. Eine höhere Rohstoffquote bremst also nicht direkt die Zulagenhöhe – wirkt sich aber auf deine Rendite aus. Da würde ich eher konservativ bleiben und max. 10% einplanen.
Schreib mir gerne, wenn du konkrete Produkte vergleichen möchtest!