Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Rohstoff- und Marktentwicklung und versuche, meine langfristige Vermögensaufbau-Strategie für das neue Altersvorsorgedepot 2027 zu optimieren. Dabei stellt sich mir eine grundsätzliche Frage zur Risikoabsicherung:
Wenn ich ab Januar 2027 mit ETF-basierten Sparplänen ins Depot einsteige (diversifiziert über verschiedene Rohstoff- und Aktienindizes), wie sinnvoll ist es, den Todesfallschutz separat über eine klassische Lebensversicherung zu regeln – oder sollte ich lieber auf im Depot integrierte Versicherungsangebote setzen?
Meine Überlegung: Eine separate LV würde ich parallel zum Depot laufen lassen, kostet extra, aber läuft unabhängig. Im Depot selbst könnte ich ja auch fondsgebundene oder hybrid strukturierte Versicherungsprodukte wählen.
Wo entstehen da Doppelungen oder Ineffizienzen? Und wie wirkt sich die nachgelagerte Besteuerung aus, falls ich für den Todesfallfall versichert bin? Hat jemand schon überlegt, wie das steuerlich durchdacht zusammenpasst?
Freue mich auf eure Gedanken – gerne auch auf Basis eurer Marktanalysen.
Grüße,
Matthias
Hi Matthias,
da habe ich mir auch schon Gedanken zu gemacht – gerade weil ich zwei Kinder habe und will, dass im Ernstfall wirklich was da ist.
Meine Rechnung: Separate LV kostet dich monatlich, ist aber völlig unabhängig vom Depot und vom Markt. Läuft durch, egal ob deine ETFs gerade im Keller sind. Die Kinderzulage im AVD 2027 schont dann das Vermögen für die Altersvorsorge, und die LV kümmert sich um den Übergangsfall – das hat ne klare Aufteilung.
Wenn du die Versicherung ins Depot integrierst, vermischst du Liquidität mit Sicherheit. Und ganz ehrlich: Bei nachgelagerter Besteuerung wird es im Erbfall kompliziert. Die LV-Auszahlung selbst ist zwar steuerfrei, aber wenn die darin eingezahlten Beiträge später als Depot-Vermögen mitgezählt werden – da fang ich an zu rechnen wie verrückt.
Mein Fazit: Separat halte ich für klarer. Mit der Günstigerprüfung lässt sich die Förderung ohnehin schon richtig rauskitzeln – warum das komplizierter machen?
Markus