Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit den Steueraspekten des neuen Altersvorsorgedepots 2027 und bin auf das Thema "Günstigerprüfung" gestoßen. Ehrlich gesagt verstehe ich noch nicht ganz, wie das konkret funktioniert und vor allem: Wann ist die Günstigerprüfung für mich als Vater von zwei Kindern relevant?
Soweit ich das verstanden habe, kann ich zwischen der beitragsproportionalen Förderung (mit Kinderzulage) und dem Steuerabzug wählen. Die Günstigerprüfung soll dann automatisch schauen, was für mich am besten ist. Aber: Heißt das, dass das Finanzamt das immer automatisch macht, oder muss ich das irgendwie selbst beantragen oder angeben?
Und noch eine konkrete Frage: Wenn ich die Kinderzulage mit zwei Kindern hole – verringert das meine Möglichkeit, den Steuerabzug zu nutzen? Oder sind das wirklich zwei unabhängige Wege, von denen mir am Ende automatisch der bessere gewährt wird?
Mich würde auch interessieren, ob jemand von euch einen Online-Rechner kennt, mit dem man das schon jetzt für 2027 durchspielen kann. Danke für eure Hilfe!
Markus, ich habe ähnliche Fragen gestellt, als ich mich vom Riester-Aus verabschiedet habe. Das Gute beim neuen Depot: Die Günstigerprüfung ist wirklich automatisiert, du brauchst dich da nicht selber drum zu kümmern.
Mit Kinderzulage funktioniert es so: Die Kinderzulage ist Teil der beitragsproportionalen Förderung, der Steuerabzug ist unabhängig davon. Am Ende schaut dein Finanzamt: Was bringt dir mehr – die Zulagen oder die Steuerersparnis? Und genau das bekommst du dann. Du musst nur alles korrekt dokumentieren.
Einen Rechner gibt's von mir bisher noch nicht online, aber viele Banken werden bis Dezember 2026 Vorausberechnungs-Tools freigeben. Ich würde da bei deiner Hausbank nachfragen – die meisten sind gerade dran, ihre Kundenkommunikation hochzufahren.
Die Günstigerprüfung klingt kompliziert, ist aber eigentlich logisch. Das Finanzamt vergleicht: Was bringst du mir mehr ein – die direkten Zulagen oder die Steuerentlastung? Und dann bekommst du automatisch das Bessere. Mit Kindern ist klar, dass du die Kinderzulage mitnimmst, aber ob zusätzlich noch Steuerabzug sinnvoll ist, hängt von deinem Einkommen ab. Für 2027 würde ich den ersten Jahr einfach ausprobieren und dann schauen, wie die Rechnung aufgeht.
Hey Markus, gute Frage! Die Günstigerprüfung funktioniert tatsächlich automatisch – das Finanzamt prüft bei der Steuererklärung, ob dir die beitragsproportionale Förderung oder der Steuerabzug mehr bringt, und gewährt dir das bessere Modell.
Bei dir mit zwei Kindern ist das interessant: Die Kinderzulage läuft über die beitragsproportionale Förderung, der Steuerabzug ist ein separater Weg. Beide können sich ergänzen, aber die Günstigerprüfung schaut am Ende, welcher Weg insgesamt am vorteilhaftesten ist. Du musst da aktiv nichts machen, nur im nächsten Jahr nach Jahresabschluss deine Einzahlungen und die erhaltenen Zulagen dokumentieren.
Ich habe mich auch schon mit ETF-basierten Strategien für mein Depot auseinandergesetzt – sobald 2027 startet, lohnt sich ein genaues Durchrechnen. Die meisten Banken werden ab Q4 2026 Simulatoren bereitstellen.