Hallo zusammen,
ich begleite seit über zwei Dekaden Kunden durch ihre Vorsorgephasen und freue mich, dass 2027 endlich mehr Flexibilität ins System kommt. Aber mich interessiert eine ganz praktische Frage für junge Berufseinsteiger:
Wenn ein 22-Jähriger ab Januar 2027 ins Arbeitsleben startet – mit, sagen wir, 28.000 Euro Brutto – sollte er von Tag eins die maximale Förderung mitnehmen? Oder macht es mehr Sinn, erst mal ein Jahr zu warten, bis die Einkommensituation stabiler ist?
Ich denke da konkret an: Berufseinsteigerbonus (200 Euro), Grundzulage, die beitragsproportionale Förderung und die steuerlichen Abzüge. Die meisten meiner Kunden unterschätzen, wie komplex die Günstigerprüfung wird, wenn man mehrere Komponenten kombiniert.
Wie seht ihr das? Lohnt sich für jemanden in dieser Konstellation ein aggressiver Start 2027, oder sollte man eher sparen und 2028 einsteigen, wenn das Gehalt gestiegen ist? Gibt es Best-Practice-Szenarien aus eurer Erfahrung?
Danke für Gedankenaustausch!
Markus, gute Frage. Nach meiner 12-Jahrespause bin ich gerade selbst wieder in diese Materie reingekommen – und ich sehe es so: Der Berufseinsteigerbonus von 200 Euro ist einmalig, den sollte man sich 2027 nicht entgehen lassen, egal wie stabil das Gehalt noch ist. Das ist geschenkt.
Bei der Grundzulage würde ich persönlich differenzieren: Bei 28.000 Euro kriegt man die volle Quote mit Sicherheit mit, da brauchts keine Überlegung. Die beitragsproportionale Förderung – da muss ich ehrlich sagen – ist mir noch nicht 100% clear, wie die für Anfänger mit kleinerem Einkommen reinspielt. Hast du da vielleicht ne konkrete Rechnung?
Das mit der Günstigerprüfung – ja, das ist der Knackpunkt. Im anderen Thread zu Kindern hab ich gemerkt, wie schnell das kompliziert wird. Würd sagen: Sparen lohnt sich eher nicht, abwarten ist Geldverschwendung. Aber ne konservative Ramp-Up wäre clever.