Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Kombination aus ETF-Rente und Grundzulage für das neue Altersvorsorgedepot ab 2027. Dabei stellt sich mir eine grundsätzliche Frage: Wie viel Rohstoffanteil macht im Depot Sinn, wenn ich primär auf die ETF-Rente setze?
Ich lese immer wieder von Rohstoff-ETFs als Inflationsschutz und Diversifikation, aber ich bin mir unsicher, ob das wirklich zu meiner Strategie passt. Die Grundzulage funktioniert ja unabhängig von der Zusammensetzung – aber bremst eine höhere Rohstoffquote nicht die effektive Rendite des gesamten Depots?
Wie kalkuliert ihr das ein? Nehmt ihr pauschal 5-10% Rohstoffe mit, oder schaut ihr eher auf die Volatilität? Und vor allem: Wirkt sich eine stärkere Rohstoffgewichtung negativ auf die späteren Auszahlungsoptionen aus, wenn die ETF-Rente dann startet?
Freue mich auf eure Erfahrungen und praktischen Tipps.
Viele Grüße,
WolfgangK
Gute Frage, Wolfgang. Aus meiner Erfahrung in der Finanzbranche würde ich sagen: Die Rohstoffquote sollte wirklich an deine konkrete Risikoneigung und Haltedauer gekoppelt sein, nicht pauschal festgelegt werden.
Für die ETF-Rente-Strategie würde ich maximal 8-12% Rohstoffe empfehlen – mehr verwässert meist den langfristigen Wachstumstrend. Wichtiger ist: Bleib konsistent. Rohstoff-ETFs mit breiter Streuung (nicht einzelne Rohstoffe) senken die Volatilität im Gesamtdepot, wenn es gut gewichtet ist. Die TER sollte aber unter 0,5% liegen, sonst frisst das die Förderrendite zu sehr auf.
Bei der späteren Auszahlung im Rahmen der ETF-Rente spielen Rohstoffe übrigens keine Sonderrolle – die werden genauso wie Aktien-ETFs behandelt. Eher solltest du auf Liquidität achten.
Wie lang ist denn dein Anlagehorizont noch bis zur Rente?