Hallo zusammen,
ich bereite mich gerade intensiv auf den Start des Altersvorsorgedepots 2027 vor und habe eine spezifische Frage zu den steuerlichen und förderrechtlichen Implikationen von Rohstoff-ETCs.
Mich interessiert konkret: Wenn ich Rohstoff-ETCs mit TER-Quoten von 0,5–0,8% im AVD abbilden möchte – reduzieren diese Verwaltungsgebühren tatsächlich die Höhe meiner Grundzulage? Oder wird die Förderung unabhängig von den Produktkosten auf die volle eingezahlte Summe berechnet?
Ich arbeite im Finanzsektor und verstehe die Grundmechanik, bin mir aber bei der Interaktion zwischen Kostenstruktur und Zulagenberechtigung unsicher. Hinzu kommt: Wie werden Rohstoff-ETCs später bei der Auszahlung besteuert? Fallen die Kursgewinne unter die nachgelagerte Besteuerung wie bei klassischen Fonds, oder gibt es Besonderheiten bei Rohstoff-Positionen?
Hat jemand hier konkrete Erfahrungswerte oder kann mir einen Beratungstext dazu empfehlen?
Danke für Input!
Moin Marco,
passende Frage. Die Grundzulage wird dir auf deine eingezahlte Summe gewährt – völlig unabhängig davon, welche Produkte drin sind und was die kosten. Die TER frisst dir nur die Rendite auf, nicht die Förderung selbst.
Bei der Besteuerung: Rohstoff-ETCs sind da tückisch. Manche sind als Sondervermögen strukturiert (dann nachgelagerte Besteuerung wie normale Fonds), andere als Zertifikate (dann Einkünfte aus Kapitalvermögen mit Abgeltungssteuer). Das hängt vom konkreten Produkt ab – steht im Prospekt. Meine Empfehlung: Vorher mit deiner Bank klären, welche ETCs im AVD überhaupt zugelassen sind und wie die jeweils besteuert werden. Nicht alle schaffen es ins neue Depot.
Bei hohen Gebühren (>0,7%) würde ich persönlich eher breite Rohstoff-Indizes nehmen, nicht einzelne Commodities.