Hallo zusammen, ich bin Stefan_78 und habe mich 15 Jahre lang nicht um Altersvorsorge gekümmert – mein alter Riester-Vertrag liegt quasi brach. Jetzt, mit dem Start des Altersvorsorgedepots 2027, möchte ich neu durchstarten und mich mit modernen ETF-Lösungen eindecken.
Bei meiner Recherche bin ich immer wieder auf Rohstoff-Futures vs. physisch hinterlegte Produkte gestoßen. Ehrlich gesagt: Ich bin verwirrt. Futures klingen kompliziert und spekulativ – aber ich lese, dass sie günstiger sein sollen als physische ETCs, wegen der Lagerhaltung und so.
Frage: Lohnt sich das für jemanden, der gerade wiedereinsteigt und die nächsten 20 Jahre bis zur Rente sparen will? Verliere ich durch Rollover-Verluste bei Futures mehr, als ich durch niedrigere Kosten spare? Und werden Futures-basierte Produkte von der ZfA genauso gefördert wie physisch hinterlegte?
Ich bin eher konservativ unterwegs – gibt es da klare Empfehlungen für Anfänger?
Stefan, gute Frage. Ich bin selbst nach längerer Auszeit wieder am Start und beschäftige mich gerade mit der Förderstruktur ab 2027. Was ich bislang verstanden habe: Futures und physische Produkte werden bei der ZfA-Förderung gleich behandelt – die Förderung hängt von Beitrag und Gewichtung ab, nicht von der Anlageform.
Aber der praktische Unterschied ist real. Bei physischen ETCs zahlst du Lagerkost und Versicherung – die schlagen sich direkt in der TER nieder. Futures-Produkte haben diese Kosten nicht, aber eben die Rollover-Problematik, besonders bei Rohstoffen mit steeply inverted Kurvenstruktur. Das frisst dir langfristig auch Rendite auf.
Für deinen Fall – 20 Jahre Sparphase, konservativ – würde ich ehrlich sagen: Physical ist einfacher und psychologisch stabiler. Du siehst, was du hast, keine versteckten Rollover-Dynamiken. Die Kostenersparnis bei Futures ist oft auf dem Papier größer als in der Realität. Bei meiner eigenen Rückkehr habe ich mich hauptsächlich auf die ZfA-Förderung fokussiert – das bringt mehr sichere Rendite als die Optimierung zwischen zwei ähnlichen Produkten.