Hi zusammen,
als Projektmanager habe ich wenig Zeit für komplexe Strategien, daher interessiere ich mich für das Standarddepot und wie ich die Grundzulage optimal nutze. Meine Frage ist eher praktisch: Ich lese immer wieder, dass Rohstoff-ETFs gegen Inflation schützen sollen. Aber wenn ich im Herbst 2026 bereits einen Sparplan aufbaue und dann 2027 ins förderungsfähige Depot wechsle – macht es Sinn, schon jetzt Rohstoff-Positionen aufzubauen, oder sollte ich das lieber sein lassen?
Mich interessiert konkret: Wie beeinflussen Rohstoff- und Anleihen-ETFs zusammen die Effektivkosten im Standarddepot? Wird das durch höhere TERs zu teuer, oder kann die Inflationssicherung das wieder reinholen? Und: Zahle ich am Ende mehr Depotgebühren, wenn ich zu viele verschiedene ETFs im Depot habe?
Danke für realistische Erfahrungen!
Marcus, gute Überlegung – aber vorsicht bei der Komplexität. Ich hab mich auch schon intensiv mit ETF-Gewichtung fürs AVD beschäftigt, und je mehr Positionen du packst, desto schwächer die Förderungswirkung pro Euro.
Bei Rohstoffen speziell: Die TER sitzt da oft bei 0,5-0,8%, plus höhere Spreads. Wenn du 10-15% Rohstoff-Anteil im Standarddepot hast und sonst Welt-ETFs mit 0,2%, kostet dich das realistische 0,8-1,2 TER insgesamt. Die Grundzulage auf deine Beiträge puffert das teilweise, aber nicht komplett.
Mein Rat: Fang mit Core-Strategie an (MSCI World, Anleihen), nutze die maximale Förderung aus, und überleg dir Rohstoff-Beimischung erst ab Jahr zwei. Für 2027 ist die schnelle, simple Lösung oft die bessere.