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20 Jahre Sparkassen-Depot: Berater will mich zu aktiven Fonds locken

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FelixT_89
Beiträge: 28
Themenstarter
(@felixt_89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#12]

Hi zusammen,

sitze gerade vor einem ziemlichen Dilemma. Bin seit 2006 bei der Sparkasse mit meinem Riester-Depot und war eigentlich immer zufrieden. ETFs laufen solide, Kosten waren ok. Jetzt hatte ich letzte Woche wieder so ein "Beratungsgespräch" und der neue Berater (den alten kenne ich gar nicht mehr) will mir unbedingt deren hauseigene Deka-Fonds andrehen.

Seine Argumente: "Aktive Verwaltung in unsicheren Zeiten", "professionelles Risikomanagement" und "bessere Performance als stumpfe ETFs". Klingt alles sehr überzeugend, aber ich kenne ja die Gebührenunterschiede. Bei ETFs zahle ich etwa 0,3%, bei seinen Vorschlägen wären es über 1,5% TER plus Ausgabeaufschlag.

Das Gespräch war echt unangenehm - er hat fast eine Stunde auf mich eingeredet und gemeint, ich würde Rendite "verschenken". Bin jetzt total verunsichert, obwohl mein Bauchgefühl sagt: bleib bei den ETFs.

Wie seid ihr mit solchen Verkaufsgesprächen umgegangen? Habt ihr euch schon mal breitschlagen lassen oder konntet ihr standhaft bleiben? Bei 20 Jahren Laufzeit machen die Kosten ja schon einen enormen Unterschied...

Danke für eure Erfahrungen!


3 Antworten
Thomas77
Beiträge: 28
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Moin Felix,

kenne das Problem. Bei solchen Gesprächen sage ich mittlerweile direkt: "Ich investiere nur in ETFs, andere Produkte interessieren mich nicht." Ende der Diskussion. Die meisten Berater geben dann auf.

Wenn der Druck zu groß wird, einfach höflich aber bestimmt sagen, dass man sich das überlegt und sich meldet. Dann gehst du raus und machst... nichts. Problem gelöst.

Die Sparkasse lebt von den Provisionen der Deka-Fonds. Ist halt ihr Geschäftsmodell. Du musst da nicht mitspielen.


Antwort
Kritikus_78
Beiträge: 13
(@kritikus_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Felix, das kenne ich nur zu gut! Bei mir war es ähnlich - DWS wollte mich auch von ETFs weglocken. Hab damals tatsächlich einen Wechsel zur ETF-Rente überlegt, aber nur um weg von den teuren aktiven Fonds zu kommen.

Mein Tipp: Lass dich nicht unter Druck setzen! Die 1,5% TER vs. 0,3% ETF sind über 20 Jahre ein riesiger Unterschied. Bei 1000€ jährlich sind das locker 15.000€ weniger im Depot bis zur Rente. Frag den Berater doch mal, ob er dir schriftlich garantieren kann, dass die aktiven Fonds diese 1,2% Mehrkosten auch wirklich durch Mehrrendite ausgleichen. Wird er nicht können.

Am besten vorher schon klare Ansagen machen: "Ich bin mit ETFs zufrieden, diskutieren wir andere Themen." Hilft meistens.


Antwort
Kritiker_77
Beiträge: 24
(@kritiker_77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hmm, ich sehe das etwas differenzierter. Klar sind ETFs kostengünstiger, aber gerade in volatilen Marktphasen kann aktives Management durchaus Sinn machen. Kommt halt drauf an, welche Fonds der Berater vorschlägt.

Würde mir die Performance-Historie der konkreten Deka-Fonds anschauen - nicht nur die letzten 2-3 Jahre, sondern mindestens 10 Jahre. Wenn da nach Kosten immernoch eine Mehrrendite gegenüber dem entsprechenden Index steht, könnte es interessant sein.

Aber grundsätzlich hast du recht: lass dich nicht drängen. 20 Jahre sind eine lange Zeit, da solltest du nur Produkte nehmen, hinter denen du auch wirklich stehst. Bauchgefühl ist oft ein guter Ratgeber.


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