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Berater pusht neues Altersvorsorgedepot trotz laufender Versicherung

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Tim98
Beiträge: 28
Themenstarter
(@tim98)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#17]

Hi zusammen!

Ich bin etwas verwirrt und brauche mal eine ehrliche Einschätzung. Hab seit 2011 eine fondsgebundene Rentenversicherung bei der Alten Leipziger laufen, zahle 200€/Monat ein. Die läuft eigentlich ganz gut, bin bisher ganz zufrieden.

Jetzt war ich letzte Woche bei meinem Versicherungsberater (gleiche Agentur wie damals) und der hat mir das neue Altersvorsorgedepot 2027 schmackhaft gemacht. Er meint, die Förderung sei viel besser, die Kosten niedriger und ETFs sowieso das Nonplusultra. Klingt alles super...

ABER: Warum erzählt er mir das erst jetzt? Die Reform ist doch nicht neu, da hätte er mich früher informieren können. Und warum soll ich einen 15-jährigen Vertrag aufgeben, nur um was Neues zu machen?

Mein Verdacht: Der will nur wieder Provision kassieren. Bei einem Wechsel bekommt er sicher ordentlich was, oder? Meine aktuelle Versicherung bringt ihm wahrscheinlich nichts mehr.

Wie seht ihr das? Bin ich zu misstrauisch oder riecht das wirklich nach Provisionsjagd? Will eigentlich nur das Beste für meine Rente und nicht den Berater reich machen...

Danke für eure Meinungen!


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3 Antworten
Stefan-Kraus
Beiträge: 16
(@stefan-kraus)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Du liegst mit deinem Verdacht wahrscheinlich richtig. Nach 15 Jahren ist deine Versicherung für den Berater "abgehakt" - da fließt kein Geld mehr. Ein neuer Abschluss bedeutet für ihn wieder schöne Provisionen.

Das heißt aber nicht automatisch, dass ein Wechsel schlecht wäre. Die neuen Altersvorsorgedepots haben tatsächlich bessere Konditionen: maximale Kosten von 1% vs oft 2-3% bei alten Versicherungen, mehr Transparenz durch ETFs, flexiblere Förderung.

Mein Tipp: Lass dir von ihm eine detaillierte Vergleichsrechnung machen. Welche Kosten fallen bei deiner aktuellen Versicherung an? Wie hoch sind die Abschlusskosten beim neuen Depot? Welche Förderdifferenz ergibt sich konkret bei deinem Einkommen?

Und ganz wichtig: Vergleich auch die laufenden Kosten - das kann über 30 Jahre einen riesigen Unterschied machen.

Bei 15 Jahren Laufzeit würde ich nicht leichtfertig wechseln, aber prüfen schadet nie.


Antwort
Thomas-Berger
Beiträge: 20
(@thomas-berger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hmm, sehe das etwas differenzierter als die anderen hier. Ja, der Berater verdient am Wechsel - das ist sein Job. Aber deshalb muss der Rat nicht schlecht sein.

Ich hab schon mal über die neuen Produkte geschrieben - die Vorteile sind real. Gerade nach so langer Laufzeit hast du wahrscheinlich schon die meisten Abschlusskosten "abgestottert".

Wichtige Frage: Wie ist denn die Performance deiner aktuellen Versicherung? Welche Fonds sind drin, wie hoch die Kosten? Bei vielen älteren Verträgen sind die TER deutlich über 1,5%, manche sogar bei 2%+.

Bei den neuen Depots sind maximal 1% erlaubt - das kann über die verbleibenden Jahre bis zur Rente einen großen Unterschied machen. Rechne es einfach mal durch: 200€ x 12 x 15 Jahre bei 1% vs 2% Kosten unterschied.


Antwort
RentenPro47
Beiträge: 26
(@rentenpro47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Klassische Masche! Nach 15 Jahren ist der Berater "satt" von deinem Vertrag und sucht neue Einnahmequellen.

Aber Vorsicht: Nicht alles ist schlecht, was Provision bringt. Die neuen Altersvorsorgedepots sind objektiv besser als die meisten alten Versicherungen. Niedrigere Kosten, bessere Förderung für Familien (wenn du Kinder hast), transparente ETF-Struktur.

Das Problem ist das Timing. Warum jetzt? Weil zum 1.1.2027 die Reform kommt und er bis dahin noch ordentlich kassieren will.

Mein Rat: Hol dir eine unabhängige Zweitmeinung ein. Am besten von einem Honorarberater, der keine Provision bekommt. Die 200-300€ sind gut investiert, wenn es um deine komplette Altersvorsorge geht.


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