Hallo zusammen, mittlerweile ist ja Mai und ich höre überall, dass dieses Jahr neue Altersvorsorgeprodukte auf den Markt kommen sollen. Nach dem ganzen Hin und Her mit der Riester-Rente bin ich ehrlich gesagt etwas skeptisch geworden. Ich bin 52 und möchte eigentlich noch 15 Jahre arbeiten. Bisher habe ich nur die gesetzliche Rente und ein kleines Sparbuch, das bei der aktuellen Inflation praktisch nichts mehr bringt. Meine Frau meint, ich sollte mich mal informieren, was es Neues gibt. Habt ihr schon Erfahrungen mit den neuen Produkten gemacht? Sind die wirklich besser als das was bisher da war? Ich lese immer von "staatlich gefördert" und "flexibler" - aber was heißt das konkret? Besonders interessiert mich: Lohnt es sich noch in meinem Alter einzusteigen oder ist das schon zu spät? Und wie kompliziert ist das Ganze? Ich bin ehrlich - bei Finanzprodukten bin ich nicht der Hellste und möchte nicht wieder auf etwas reinfallen. Danke für eure Hilfe!
Wie Werner schon sagt - mit 52 definitiv noch sinnvoll! Ich hab auch erst mit 50 richtig angefangen, nachdem ich damals mein Erbe vernünftig angelegt hatte.
Die neuen Altersvorsorgeprodukte sind wirklich eine andere Liga als Riester. Vor allem die Kostenstrukturen sind viel transparenter geworden. Keine versteckten Abschlussprovisionen mehr, die die ersten Jahre auffressen.
Was konkret besser ist: Du kannst flexibler zwischen verschiedenen Anlagestrategien wechseln, die Förderung ist höher und vor allem - du bist nicht mehr an einen Anbieter gebunden wie früher. Das schafft echten Wettbewerb.
Fang klein an, vielleicht mit 100-150 Euro im Monat. Das tut nicht weh und du siehst, wie es läuft.
Hi!
Also ich würd aufpassen mit zu viel Euphorie. Ja, die neuen Produkte sind besser als Riester, aber "revolutionär" find ich übertrieben.
Die Förderung ist zwar höher, aber auch die Bedingungen sind strenger geworden. Und am Ende zahlst du trotzdem Steuern auf die Auszahlung - nur eben später.
Mit 52 würd ich ehrlich gesagt eher auf ETF-Sparpläne setzen. Flexibler, günstiger und du bist nicht von staatlichen Regeländerungen abhängig.
Aber das muss jeder selbst entscheiden!
Hallo W.Hartmann,
kann deine Skepsis nach den Riester-Erfahrungen gut verstehen. Ich hab mich auch durch die ganze Fairr-Abwicklung gekämpft und bin vorsichtig geworden.
Die neuen Produkte haben tatsächlich einige Verbesserungen: weniger Bürokratie, transparentere Kosten und mehr Flexibilität bei der Auszahlung. Besonders die staatliche Grundförderung wurde erhöht und es gibt weniger Anbieter-Wildwuchs.
Mit 52 ist es definitiv NICHT zu spät! 15 Jahre sind eine solide Ansparzeit. Gerade die neuen Produkte haben oft niedrigere Mindestlaufzeiten und du kannst auch kleinere Beträge einzahlen.
Mein Tipp: Lass dich bei der Verbraucherzentrale beraten. Die sind neutral und erklären dir alles verständlich. Kosten um die 200 Euro, aber das ist gut investiertes Geld.