Seite wählen

Einzahlung monatlic...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Einzahlung monatlich oder einmal jährlich - was passt besser?

5 Beiträge
5 Benutzer
4 Reactions
5 Ansichten
Monika67
Beiträge: 9
Themenstarter
(@monika67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#183]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade in aller Ruhe mit dem neuen Altersvorsorgedepot, das ja ab Januar 2027 startet. Jetzt, wo der Sommer ist und man ein bisschen mehr Zeit zum Nachdenken hat, gehe ich die ganzen Unterlagen durch und stelle mir Fragen, die ich vorher gar nicht bedacht hatte.

Eine davon: Wie soll ich überhaupt einzahlen? Monatlich per Dauerauftrag, oder lieber einmal im Jahr eine größere Summe?

Ich frage mich, ob das für die staatliche Förderung einen Unterschied macht. Also bekommt man die Zulage genauso, egal wann man im Jahr einzahlt? Oder gibt es da eine Frist oder so, dass man bis Ende Dezember eine bestimmte Summe drin haben muss?

Außerdem frage ich mich, ob monatliche Einzahlungen besser für den Einstieg in ETFs sind, wegen dem sogenannten Cost-Averaging-Effekt, den ich mal gelesen habe. Ich bin jetzt keine Expertin in Geldanlage, deswegen bitte nicht zu technisch antworten.

Und noch was: Falls man im Sommer z.B. Urlaub bucht und im Juni und Juli weniger Geld übrig hat, kann man die monatlichen Raten einfach aussetzen oder reduzieren? Oder bindet man sich da fest?

Bin für jeden Hinweis dankbar. Ich will das einfach von Anfang an richtig machen.


4 Antworten
TechMike_92
Beiträge: 23
(@techmike_92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Kurz und knapp: Monatlich. Einfacher im Alltag, man muss nicht ans Jahresende denken und bei Anbietern wie DKB kann man Sparpläne unkompliziert anpassen – hab das im Thread zu Finvesto und DKB schon angesprochen.


Antwort
TechMax_89
Beiträge: 1
(@techmax_89)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich würde noch einen technischen Aspekt ergänzen, den die anderen nicht erwähnt haben: Bei monatlichen Einzahlungen per Sparplan laufen die Transaktionen in der Regel automatisiert durch – das bedeutet weniger manuelle Interaktion und weniger Fehlerquellen. Wer einmal im Jahr manuell überweist, kann das schlicht vergessen oder zu spät machen, falls es doch Fristen im System gibt die noch nicht endgültig kommuniziert sind.

Zur Frage mit dem Aussetzen: Das liegt am Anbieter. Technisch gesehen ist ein Sparplan flexibel konfigurierbar, aber jeder Broker implementiert das anders. Manche erlauben monatliches Pausieren per App, andere brauchen eine Frist von X Tagen vorher. Das würde ich konkret vor dem Start 2027 prüfen.

Was die Förderlogik angeht: Ich gehe davon aus dass der Förderzeitraum das Kalenderjahr ist und nicht der Einzahlungszeitpunkt entscheidend ist. Aber solange das Altersvorsorgereformgesetz nicht vollständig in Kraft ist und die Durchführungsbestimmungen final sind, würde ich nichts davon als absolut sicher ansehen. Wer sichergehen will: Kurz vor Januar 2027 nochmal nachschauen.


Antwort
Tim98
Beiträge: 28
(@tim98)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Monika,

ichb glaub das hab ich mir damals ähnlich überlegt, als ich angefangen hab mich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich hatte in meinem Thread zur Sparrate auch schon kurz angesprochen, wie schwierig das am Anfang ist.

Kurze Antwort: Für die Förderung (also die staatliche Zulage) ist es nach aktuellem Stand egal, ob du monatlich oder einmal jährlich einzahlst. Die Zulage wird auf Basis des Beitragsjahres berechnet, nicht auf den Einzahlungszeitpunkt innerhalb des Jahres.

Zum Cost-Averaging: Monatlich ist da tatsächlich entspannter, weil du nicht drüber nachdenken musst 'oje kaufe ich grad teuer ein'. Bei einer Einmalzahlung kann das passieren. Für Leute die kein großes Puffer haben macht monatlich einfach mehr Sinn.

Und ja, Sparpläne kann man bei den meisten Anbietern pausieren oder anpassen. Das ist kein fester Vertrag wie früher bei Riester. Beim Urlaub im Sommer einfach kurz aussetzen sollte kein Problem sein – aber das lieber nochmal beim jeweiligen Anbieter prüfen wenn's so weit ist.


Antwort
CodeInvestor_87
Beiträge: 39
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich sehe das ein bisschen nüchterner als Tim oben.

Der Cost-Averaging-Effekt wird oft überschätzt. Statistisch gesehen schneidet eine Einmalanlage in den meisten Marktphasen sogar besser ab als monatliche Raten, weil das Kapital länger investiert ist. Das haben verschiedene Studien gezeigt.

ABER: Das gilt nur, wenn man überhaupt eine größere Summe auf einmal hat. Wenn nicht, ist monatlich natürlich die einzig realistische Option. Und psychologisch ist monatlich für viele einfacher – man sieht nicht den großen Abfluss auf einmal.

Zur Förderung: Die Zulage wird auf Basis der im Beitragsjahr eingezahlten Summe berechnet. Ob du im Januar alles überweist oder verteilt übers Jahr, sollte keinen Unterschied machen für den Förderbetrag. Die genauen Regeln wie Mindestbeiträge etc. sind aber noch nicht alle final kommuniziert worden, also am besten die offiziellen Bekanntmachungen vor dem Start abwarten.

Fazit: Monatlich ist für die meisten die praktischere Lösung. Jährlich nur wenn du diszipliniert sparst und das Geld wirklich zur Seite legst.


Antwort
Teilen: