Hallo zusammen,
ich versuche gerade, die Sommerzeit sinnvoll zu nutzen und mich schon mal um die Unterlagen zu kümmern, die ich für das neue Altersvorsorgedepot brauchen werde. Lieber jetzt in Ruhe vorbereiten als im Januar 2027 hektisch alles zusammensuchen.
Aber ich finde nirgends eine wirklich klare, vollständige Liste. Die offiziellen Seiten sind oft sehr allgemein gehalten. Ich bin Angestellte, keine Selbständige, falls das relevant ist.
Meine bisherige Vermutung:
- Personalausweis oder Reisepass
- Steuer-Identifikationsnummer
- Einkommensnachweise (letzter Lohnzettel? Oder Steuerbescheid?)
- ggf. Angaben zur Rentenversicherung
Was ich nicht weiß: Reicht da der aktuelle Lohnzettel oder braucht man den Steuerbescheid vom Vorjahr? Und was ist mit der Renteninformation – ist die wirklich nötig oder optional? Ich frage auch deshalb, weil ich im Urlaub plane, meine Unterlagen zu sortieren, und da wäre eine vollständige Liste super hilfreich.
Hat hier schon jemand konkrete Infos oder Erfahrungen, was tatsächlich verlangt wird? Ich habe das Gefühl, dass das je nach Anbieter unterschiedlich sein könnte – oder irre ich mich da?
Danke schon mal!
A.Bergmann
Also ich bin da ein bisschen skeptischer, was die Aussage angeht, dass Einkommensnachweise gar nicht gebraucht werden. Klar, bei Angestellten läuft vieles automatisch über den Arbeitgeber, aber ich würde trotzdem den letzten Einkommensteuerbescheid griffbereit haben. Man weiß nie, ob bei der Beantragung nicht doch was manuell abgeglichen werden muss, gerade in der Startphase 2027 wenn die Systeme noch nicht vollständig eingespielt sind.
Ich hab bei solchen neuen staatlichen Fördersystemen schon öfter erlebt dass man lieber zu viel dabeihaben sollte als zu wenig. Ich erinnere mich an die Anfangsjahre bei Riester – da war auch nicht alles reibungslos.
Das mit der Rentenversicherungsnummer stimmt auf jeden Fall, die braucht man definitiv. Steht auf der Sozialversicherungskarte, oder notfalls über die Deutsche Rentenversicherung anfordern.
Kurze Ergänzung noch: IBAN nicht vergessen. Klingt banal, aber ich hab beim letzten Kontoantrag tatsächlich mal dumm geschaut weil ich die Zahl auswendig wusste und dann doch nicht komplett richtig hatte 😄
Ansonsten geb ich Wolfgang52 recht – lieber einen Scan vom Steuerbescheid vorbereiten. Kostet nichts und spart ggf. Nachfragen.
Ich hab mich das auch schon gefragt, ich bin ja auch noch recht am Anfang mit dem ganzen Thema. Ich hatte mal hier im Thread zur ersten Sparrate geschrieben dass man immer erstmal die bürokratischen Basics klären sollte bevor man sich über ETFs den Kopf zerbricht – und Unterlagen ist genau so ein Basics-Thema.
Ich würd auf jeden Fall die Steuer-ID direkt raussuchen. Die braucht man bei sowas eigentlich immer. Und die Rentenversicherungsnummer – die hab ich ehrlich gesagt erst neulich zum ersten Mal bewusst auf meiner Sozialversicherungskarte gesucht lol.
Ob Lohnzettel oder Steuerbescheid... ich vermute letzterer wird eher für die jährliche Zulagenberechnung relevant, nicht fürn ersten Antrag. Bin aber auch nicht 100% sicher.
Gute Vorbereitung! Ich hab mich ähnlich früh damit beschäftigt, damals beim Thema Berufseinstieg. Die Grundliste, die du aufgeschrieben hast, klingt schon mal solide.
Nach allem was ich bisher gelesen habe, sind das die Pflichtangaben bei der Antragstellung:
1. Gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass)
2. Steueridentifikationsnummer – die steht z.B. auf alten Steuerbescheiden oder dem Schreiben vom Bundeszentralamt
3. IBAN für Einzahlungen
4. Rentenversicherungsnummer (die auf deiner Sozialversicherungskarte steht)
Ein Lohnzettel oder Steuerbescheid ist meines Wissens nach bei Angestellten für die Antragstellung selbst nicht zwingend – die Förderhöhe wird über die Zentralstelle für Zulagen (ZfA) abgeglichen, nicht direkt über Einkommensnachweise zum Zeitpunkt des Antrags. Aber: Für die korrekte Zulagenberechnung im Nachgang braucht die Behörde Infos zum beitragspflichtigen Einkommen, das passiert aber größtenteils automatisch über den Arbeitgeber.
Die Renteninformation brauchst du nicht einreichen – die ist für dich zur Orientierung, nicht für den Antrag.
Wie immer: Anbieter können zusätzliche KYC-Dokumente verlangen (Legitimationsprüfung). Da hängt es dann tatsächlich vom jeweiligen Broker oder der Bank ab.