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Versicherungsanbieter für fondsgebundene Rente – wie vergleichen?

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Matthias K.
Beiträge: 34
Themenstarter
(@matthias79)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#53]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade hier, versuche mich durch den Papierkram zu kämpfen und draußen ist es schon wieder unerträglich heiß – da kommt man nicht groß raus und beschäftigt sich halt mit sowas. Vielleicht ist das der einzige Vorteil vom Sommer 2026 für mich gerade.

Zur eigentlichen Frage: Ich bin Mitte 40 und überlege seit ein paar Monaten, ob ich für die Altersvorsorge ab 2027 eher die direkte Depot-Variante nehmen soll oder doch eine fondsgebundene Rentenversicherung. Beim Versicherungsmantel hat man ja den Vorteil der Todesfallleistung und eventuell die steuerliche Behandlung in der Auszahlungsphase – das reizt mich schon.

Aber ich blicke nicht durch, wie ich Anbieter wirklich sinnvoll vergleichen soll. Worauf muss ich konkret achten? Effektivkosten, Garantieniveau, Flexibilität bei Fondswechseln? Ich hab mir schon einige Angebote angeschaut, aber die Hochrechnungen der Versicherer sind alle so unterschiedlich aufgebaut, dass ich gar keinen gemeinsamen Nenner finde.

Gibt es hier jemanden, der sich tiefer mit diesem Vergleich beschäftigt hat – vielleicht auch speziell im Hinblick auf die neuen Regularien ab 2027? Was würdet ihr an meiner Stelle als erstes prüfen, bevor man irgendwas unterschreibt?

Danke schon mal!


2 Antworten
Sabine91
Beiträge: 57
(@sabine91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich hab mich mit dem Thema Kosten bei solchen Produkten schon länger beschäftigt (auch im Kontext von ETF-Gebühren, dazu hab ich mal was im Thread ETF-Kosten verstehen - was kostet mich das Altersvorsorgedepot wirklich? geschrieben).

Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen ist die Effektivkostenquote das A und O. Die Versicherer sind inzwischen verpflichtet, die auszuweisen – aber nicht alle machen das auf die gleiche Basis bezogen, das stimmt. Als Faustregel: Alles über 1,0–1,2% Effektivkosten p.a. ist schwer zu rechtfertigen, wenn du alternativ ein gefördertes Depot direkt nutzen könntest.

Dann würde ich mir anschauen: Wie flexibel sind Fondswechsel, und kostet das was? Manche Anbieter erlauben x Wechsel pro Jahr kostenlos, andere kassieren dafür. Und ganz wichtig – was passiert bei Beitragsfreistellung, falls du mal eine Phase überbrücken musst? Die Kosten laufen da nämlich oft trotzdem weiter.

Die Hochrechnungen der Versicherer würde ich ehrlich gesagt fast ignorieren. Die sind nach gesetzlichen Vorgaben gerechnet, aber trotzdem nicht vergleichbar, weil unterschiedliche Fonds zugrunde liegen können. Lieber auf die Kostenseite fokussieren.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 30
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Sabine hat recht mit der Effektivkostenquote, aber ich würd noch ergänzen: Schau dir unbedingt an, ob der Anbieter eine echte ETF-Auswahl hat oder nur hauseigene aktive Fonds. Bei manchen 'ETF-Policen' steckt dann doch nur ein hauseigener Dachfonds drin – da zahlst du doppelt.

Für den Vergleich selbst nutze ich die Produktinformationsblätter (PIB) konsequent – die müssen standardisiert sein und machen zumindest die Kostenstruktur halbwegs vergleichbar. Aber auch da: Augen auf, manchmal fehlen Verwaltungskosten auf Fondsebene.


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