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Berufseinsteigerbonus 200€ + Steuerersparnis: wie optimiere ich das?

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TechMike_92
Beiträge: 42
Themenstarter
(@techmike_92)
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Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#68]

Hey Leute,

ichbin seit knapp 2 Jahren im IT-Job und plane jetzt schon konkret fürs Altersvorsorgedepot 2027. Ich hab mich da recht intensiv reingelesen und verstehe den Grundmechanismus mit Grundzulage + Sonderausgabenabzug soweit – aber beim Berufseinsteigerbonus von 200€ raff ich noch nicht ganz, wie der steuerlich genau zusammenspielt.

Also konkret: Wenn ich die 200€ Einsteigerbonus bekomme (gehe davon aus, dass ich die Voraussetzungen erfülle), zählt der dann auch beim Sonderausgabenabzug mit rein? Oder ist der quasi 'obendrauf' und der Abzug berechnet sich separat aus meinen eigenen Einzahlungen?

Zweite Frage: Was ist eigentlich der sinnvollste Betrag, den ich monatlich einzahlen sollte, um die maximale Förderquote zu erreichen? Ich lese überall von Mindestbeiträgen aber die Beispiele passen nie genau zu meiner Situation (ledig, keine Kinder, Vollzeit). Will keine Euro verschenken aber auch nicht mehr einzahlen als nötig nur um Steuern zu optimieren – ich check das mit den Effektivkosten noch nicht 100%.

Effizienz ist mir total wichtig, ich hab für sowas im Alltag ehrlich gesagt nicht viel Zeit. ETF-Depot im Rahmen des geförderten Depots wäre für mich gesetzt – die Frage ist eher: wie maximiere ich die staatliche Förderquote mit minimalem Aufwand?

Wer hat da schon Erfahrungen oder gute Quellen?


5 Antworten
S.Hofmann
Beiträge: 55
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich bin zwar gerade mit ganz anderen Fragen beschäftigt (nachgelagerte Besteuerung macht mir ehrlich gesagt mehr Kopfzerbrechen als die Förderseite), aber zum Einsteigerbonus: Ich hab beim Wiedereinstieg festgestellt dass man da wirklich genau hinschauen muss wer überhaupt anspruchsberechtigt ist. Der Bonus ist soweit ich weiss an Altersgrenzen geknüpft. Für jemanden der gerade neu ins Berufsleben einsteigt ist das kein Problem, aber es lohnt sich das konkret nachzulesen bevor man fest damit plant.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 16
(@markus-breitner96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich beschäftige mich auch gerade intensiv mit der Förderberechnung und bin dabei auf einen Aspekt gestoßen der vielleicht relevant für dich ist: Der Berufseinsteigerbonus gilt soweit ich das recherchiert habe nur für eine begrenzte Anzahl an Beitragsjahren nach dem Berufseinstieg. D.h. wenn du jetzt noch 2025/2026 wartest und 2027 startest, solltest du prüfen ob du die Voraussetzungen dann noch vollständig erfüllst je nachdem wie lange du schon im Job bist.

Ich hatte das in einem anderen Thread am Rande gelesen, aber bin da ehrlich gesagt auch nicht zu 100% sicher. Vielleicht kann Heinz K. das mit seiner AltZertG-Expertise bestätigen oder korrigieren?

Zur Günstigerprüfung: Die läuft automatisch über die Steuererklärung, du musst da nichts manuell berechnen – das ist zumindest ein Pluspunkt für die Effizienz die du suchst.


Antwort
Matthias K.
Beiträge: 34
(@matthias79)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi TechMike, ich plane meine Altersvorsorge schon sehr lange und kenn die alten Riester-Mechaniken gut – das neue System funktioniert ähnlich, ist aber an einigen Stellen vereinfacht worden, was ich sehr begrüße.

Der Punkt mit dem Mindestbeitrag ist tatsächlich wichtig: Du musst einen bestimmten Prozentsatz deines Vorjahresbruttoeinkommens selbst einzahlen, damit du die volle Grundzulage bekommst. Der Berufseinsteigerbonus kommt dann on top, aber er zählt rechnerisch zu den Zulagen und fliesst wie Werner und Heinz schon erklärt haben in die Günstigerprüfung ein.

Mein praktischer Tipp: Rechne dir einmal durch, wie hoch 3% deines Bruttolohns (minus Zulagen) wäre – das ist ungefähr die Größenordnung die du als Eigenbeitrag brauchst. Dann weißt du ziemlich genau was monatlich nötig ist. Für einen IT-Vollzeitler ohne Kinder ist der Eigenbeitrag der springende Punkt, nicht die Zulagenhöhe allein.

Den ETF-Ansatz beim geförderten Depot halte ich übrigens für absolut sinnvoll, gerade bei langem Anlagehorizont.


Antwort
Wolfgang52
Beiträge: 45
(@wolfgang52)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Also ich kann aus Familienperspektive nicht so viel beisteuern weil bei uns die Kinderzulage der entscheidende Hebel ist – aber eins zur Effektivkostenfrage: Das ist wirklich wichtig, pass da auf. Bei fondsbasierten geförderten Depots können die Effektivkosten je nach Anbieter stark variieren, und das frisst über 30 Jahre erheblich Rendite. Ich hab das für uns genau verglichen, das lohnt sich.

Beim Sonderausgabenabzug haben die anderen hier schon gut erklärt wie's läuft. Für dich als Ledigem ohne Kinder ist die Rechnung eigentlich überschaubar.


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