Hallo zusammen,
ich bin seit drei Jahren Rentner und beschäftige mich intensiv mit den Effektivkosten beim neuen Altersvorsorgedepot 2027. Dabei habe ich eine grundsätzliche Frage: Viele Informationen sprechen von Berufstätigen und Berufseinsteigern als Zielgruppe – aber welche Regelungen gelten eigentlich für Menschen, die bereits in Rente sind?
Ich frage deshalb, weil ich mehreren Bekannten, die gerade erst ins Berufsleben starten, beim Verständnis der Bonusregelungen helfe. Dabei stelle ich fest, dass der Berufseinsteigerbonus, die Grundzulage und die ganzen Förderstrukturen deutlich transparenter wirken als das alte Riester-System. Aber: Können Rentner wie ich überhaupt noch in ein Altersvorsorgedepot einzahlen und Förderung erhalten? Oder richtet sich das Ganze wirklich nur an Erwerbstätige?
Mich interessiert besonders, ob es da Übergangslösungen gibt oder ob das System tatsächlich nur für Arbeitnehmer und Selbstständige mit aktuellem Erwerbseinkommen vorgesehen ist. Vielleicht kann ja jemand die gesetzlichen Grenzen hier etwas klarer darstellen.
Das ist eine wichtige Frage, Heinrich. Nach meinem Verständnis der bisherigen Entwürfe zum Altersvorsorgereformgesetz ist das Altersvorsorgedepot 2027 tatsächlich primär auf Erwerbstätige ausgerichtet – also Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige mit aktuellem Erwerbseinkommen. Für Rentner ohne zusätzliche Erwerbstätigkeit entfallen typischerweise die Grundzulage und der Berufseinsteigerbonus, da diese an die Erzielung von Erwerbseinkommen gekoppelt sind.
Das heißt aber nicht zwingend, dass Rentner nicht einzahlen können – nur eben ohne die staatliche Förderung. Allerdings sollte man hier vorsichtig sein: Die Zertifizierungsanforderungen gemäß AltZertG werden da auch eine Rolle spielen. Je nachdem, wie die Anbieter ihre Produkte strukturieren, könnten es auch Zugangsbeschränkungen geben. Ich verfolge das in meinem Thread zu Produktanforderungen – da könnten sich da noch Konkretheiten ergeben, wenn die Anbieter anfangen zu zertifizieren.