Hallo zusammen,
ich bin nach 12 Jahren Familienzeit gerade wieder ins Berufsleben eingestiegen und habe noch einen laufenden Riester-Vertrag aus der Zeit davor. Jetzt interessiert mich das neue Altersvorsorgedepot 2027 sehr – besonders die Frühstart-Rente im Standarddepot.
Meine Frage: Kann ich meine bestehende Riester-Rente einfach in das neue Depot mitnehmen, oder muss ich den alten Vertrag kündigen und neu anfangen? Und wenn ich neu anfange – verliere ich dann die bisherigen Förderungen?
Auch bin ich unsicher, ob sich die Frühstart-Rente für meinen Fall lohnt. Ich bin jetzt 40+, möchte aber gerne früher mit Auszahlungen rechnen. Die derzeitigen Zinsen bei meiner Riester sind eher mager, und ich hätte gerne mehr Flexibilität bei der Geldanlage.
Hat jemand von euch einen ähnlichen Weg hinter sich oder kann mir erklären, wie die Umstellung praktisch ablaufen würde?
Danke für eure Erfahrungen!
Gute Frage, Claudia – das ist ein Punkt, den viele übersehen. Die alte Riester läuft parallel, das ist wichtig zu verstehen. Du kündigst den alten Vertrag nicht einfach, sondern eröffnest das neue Depot zusätzlich.
Was die bisherigen Förderungen angeht: Die sind in deinem alten Vertrag "gebunden" – das Geld bleibt dort, bis du in Rente gehst. Du kannst aber ab 2027 neue Beiträge ins Altersvorsorgedepot fließen lassen und dort die aktuelle Förderung mitnehmen. Das ist sogar der sinnvolle Weg, weil du so mehr Flexibilität hast.
Bei der Frühstart-Rente: Das ist interessant für deine Situation, weil du damit schon ab 63 anfangen kannst, was zu beziehen. Schau dir mal den Kostendeckel an – bei mehreren Anbietern, die ab Januar starten, sind die Gebühren ja begrenzt. Das macht selbstverwaltete ETF-Depots deutlich attraktiver als früher bei Riester.
Ich hab mich da auch erst einarbeiten müssen – hab vorher ein paar Threads zu depot-basierten Anleihenquoten geschrieben. Hier lohnt sich aber gerade die Selbstverwaltung für dich, weil du gezielt auf die Frühstart-Quote hinarbeiten kannst.
Eine konkrete Empfehlung: Fang jetzt schon mit der Planung an. Die Anbieter-Liste wird noch im Herbst konkreter.