Mich beschäftigt seit Wochen die Frage, ob das neue Altersvorsorgedepot überhaupt für Selbstständige wie mich gedacht ist oder ob ich nur wieder ein Produkt finde, das auf Arbeitnehmer ausgerichtet ist.
Ich bin seit 7 Jahren selbstständig tätig, habe keine klassische Rentenversicherung und zahle derzeit in eine private RV ein – mit ziemlich hohen Prämien. Das Altersvorsorgedepot wird ja mit Grundzulage gefördert (50 Cent pro Euro), aber nur wenn ich als versicherungspflichtig zur ZfA anerkannt werde. Genau da liegt mein Problem: Wie wird das für Selbstständige konkret geregelt? Muss ich mich erst irgendwo anmelden? Gibt es da Fristen?
Und noch wichtiger: Warum soll ich mich mit einer Zeitrente als Alternative beschäftigen statt einfach eine lebenslange Rente zu nehmen? Die Zeitrente klingt mir immer noch zu riskant – was passiert, wenn ich die 20 Jahre überlebe? Das wird mir in den Datenblättern immer zu oberflächlich erklärt. Gibt es hier jemanden, der das aus Selbstständigen-Perspektive durchdacht hat?
Freue mich über ehrliche Erfahrungen – nicht die üblichen Marketingversprechen.
Ich bin auch gerade wieder eingestiegen nach einer langen Auszeit – allerdings als Angestellte, nicht als Selbstständige. Aber die Frage mit der ZfA-Bewertung nach Unterbrechung ist ähnlich. Soviel ich weiß, wird die Förderung auf Basis deiner aktuellen versicherungspflichtigen Tätigkeit berechnet. Bei dir als Selbstständiger würde das bedeuten: Du zahlst über das Depot ein, meldest dich bei der ZfA an, und dann bekommen du und die ZfA eine Übersicht über deinen Status. Die Details dazu sollten aber klar sein, bevor du dich festlegst.
Spannendes Thema. Nach meiner langen Familienzeit merke ich: Die nachgelagerte Besteuerung ist gerade für Selbstständige ein großer Punkt. Wenn du jetzt noch weniger verdienst und später im Alter höhere Renteneinkünfte hast, kann das steuerlich nachteilig sein. Du solltest das langfristig durchrechnen – nicht nur die Förderung schauen, sondern auch, wie die späteren Abhebungen besteuert werden.
Bei der Selbstständigkeit vermisse ich bei der ganzen Diskussion zum Depot immer die praktische Frage: Wie flexibel kann ich Sparpläne anpassen? Als Projektmanager hab ich schwankende Einnahmen – mal mehr, mal weniger. Wenn dein Einkommen als Selbstständiger auch variabel ist, sollte dein Anbieter dir erlauben, die monatliche Rate anzupassen, ohne dass gleich Probleme entstehen.