Hallo zusammen,
ich bin dabei, die verschiedenen Förderkomponenten des neuen Altersvorsorgedepots für mich durchzurechnen und bin ehrlich gesagt verwirrt, wie das zusammenhängt. Ich verstehe, dass es die Grundzulage gibt und ab 2027 den Berufseinsteigerbonus für Berufsanfänger. Aber wenn ich z.B. 500€ monatlich einzahle – wie wird dann die Förderung konkret berechnet? Zählt der Berufseinsteigerbonus zusätzlich zur Grundzulage oder gibt es da Obergrenzen?
Mich interessiert besonders, wie ich das optimale Beitragsniveau wähle, um die Förderung maximal auszuschöpfen, ohne über eine Grenze hinauszuschießen und Geld zu verschenken. Gibt es da eine Schwelle, ab der sich mehr Einzahlung nicht mehr lohnt wegen gestaffelter Förderung? Und wie wirken sich die Effektivkosten auf die reale Förderquote aus – also was bringt mir die Förderung wirklich, wenn die Depot-Gebühren ein Teil wieder aufzehren?
Ich plane, 2027 systematisch zu sparen und möchte diese Rechnung vorher verstanden haben.
Markus, guter Ansatz, das vorher zu klären. Ich hab mich damit für meinen Bruder auch schon beschäftigt. Die Förderung ist beitragsproportional bis zu einer Obergrenze – das heißt, nicht jeder Euro Einzahlung bekommt die gleiche Quote Förderung. Es gibt einen Minimalbeitrag (vermutlich um die 50-100€ monatlich) und dann eine Obergrenze, ab der auch die Förderquote sinkt oder stoppt. Bei 500€ solltest du eigentlich im grünen Bereich sein, aber die genaue Grenze kenne ich auch noch nicht 100%ig. Wichtig: Die Effektivkosten reduzieren nicht die staatliche Förderung selbst, sondern deine Nettorendite. Das sind zwei getrennte Dinge. Die Förderung zahlst du 1:1, die Kosten fressen dann bei der Rendite weg – muss man beide separat betrachten.
Saubere Frage. Die Förderberechnung erfolgt auf Jahresbasis – das ist relevant. Deine 6.000€ Jahresbeitrag werden gegen die Förderformel des Gesetzes gerechnet. Das heißt: Je nach Höhe kriegst du eine prozentuale Quote aufs Ganze, nicht einzeln pro Monat. Damit das Ganze aber nicht zu simpel wird, gibt es auch Minimalbeträge und oft eben Obergrenzen. Das Problem: Die finale Verordnung ist noch nicht raus, die Schwellwerte sind also Schätzung. Realistisch sollte 6.000€ Jahresbeitrag vollständig gefördert werden. Würde das mit echten Zahlen durchrechnen, sobald es amtlich ist – nicht jetzt schon in Promis denken.
Das ist eine wichtige Frage. Also die Grundzulage ist unabhängig vom Berufseinsteigerbonus – die beiden addieren sich. Bei monatlich 500€ kriegst du die komplette Grundzulage, solange du den Mindestbeitrag erreichst (den müssen wir aber noch klären, wie er genau ausfällt). Der Bonus für Berufseinsteiger kommt drauf, falls du darunter fällst. Das Wichtigste: Schau dir die genaue Förderformel an, sobald die Verordnung final ist – da sind oft Schwellwerte versteckt, ab denen die Förderung begrenzt wird.
Saubere Rechnung. Aber mal ehrlich – ohne die finale Verordnung machen solche Detailrechnungen wenig Sinn. Zu viel Unsicherheit. Was ich dir stattdessen raten würde: Plann einfach mit einer realistischen Quote, sagen wir 30-40% Förderung auf deine Einzahlung, und bau das in deine Renditeerwartung ein. Ob's dann 35% oder 38% sind, regelt ihr nach Januar 2027, wenn die genauen Zahlen kommen.