Hallo zusammen,
ich plane seit Wochen für das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 und komme bei der Inflation nicht weiter. Überall lese ich verschiedene Prognosen - manche sagen 2%, andere warnen vor 4% oder mehr für die nächsten Jahre.
Mein Problem: Ich verstehe nicht, welche Szenarien realistisch sind und wie ich das in meine Vorsorgeplanung einbeziehe. Soll ich von der offiziellen EZB-Zielmarke ausgehen oder eher pessimistische Schätzungen nehmen?
Besonders verwirrt mich, dass selbst Experten so unterschiedlich einschätzen. Bei der Sommerhitze denke ich auch an steigende Energiekosten für Klimaanlagen - wird das die Inflation weiter anheizen?
Wie plant ihr denn eure Altersvorsorge? Nehmt ihr ein mittleres Szenario oder rechnet ihr gleich mit höherer Inflation? Ich möchte ungern in 20 Jahren feststellen, dass meine Kaufkraft viel stärker gesunken ist als gedacht.
Bin dankbar für eure Erfahrungen und Tipps, wie man vernünftig mit diesen Unsicherheiten umgeht!
Hey Monika,
kenne das Problem gut. Hab mich auch schon durch zig Prognosen gewühlt und am Ende machts mehr Sinn, mit nem Korridor zu rechnen statt einer fixen Zahl.
Ich nehme für meine Berechnungen 2,5-3,5% als Bandbreite. Die EZB schafft ihr 2%-Ziel eh selten langfristig und mit Klimawandel, Deglobalisierung etc. wird's eher höher. Aber 4%+ dauerhaft ist auch übertrieben pessimistisch.
Tipp: Mach verschiedene Szenarien durch. Bei 2%, 3% und 4% Inflation - wie sieht dein Depot dann in 20 Jahren aus? So kriegst du ein Gefühl für die Bandbreite.
Und klar, Energiekosten werden steigen. Aber das ist schon teilweise in den aktuellen Inflationserwartungen drin. Die Märkte sind nicht dumm.
Würde an deiner Stelle nicht zu pessimistisch werden, aber auch nicht zu optimistisch. 3% als Arbeitsannahme ist völlig ok für die Planung.