Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Broker-Auswahl für 2027 und vergleiche dabei auch die erwarteten Renditeprognosen verschiedener Anbieter für ihre ETF-Portfolios. Dabei bin ich auf eine Frage gestoßen, die ich mathematisch präzise beantworten möchte:
Wenn die durchschnittliche Inflation langfristig bei etwa 2% liegt (wie die EZB anpeilt), wie viel Rendite brauche ich dann minimal, um meine Kaufkraft nicht zu verlieren? Geht es dabei einfach nur um nominale 2% + X% für echten Wertzuwachs, oder muss ich auch Steuern und TER einrechnen?
Ich plane, einen Mix aus ausschüttungsstarken Dividenden-ETFs und Thesaurierern zu fahren – und möchte vorher verstehen, ob dieser Mix überhaupt statistisch signifikant über der Inflation liegt. Hat jemand eine Faustformel oder nutzt hier konkrete Tools zur Realrendite-Berechnung?
Mir geht es weniger um Verkaufsversprechen der Broker, sondern um die ehrliche mathematische Schwelle.
Also ehrlich gesagt – gerade als Berufseinsteigerin finde ich diesen Fokus auf Inflationsrechnung fast schon zu analytisch 🙂 Aber du hast recht, dass man es wissen sollte. Was mich stärker reizt: Die klassischen Versicherungsprodukte, die ja auch im AVD 2027 zugelassen sind, versprechen oft garantierte Rückflüsse. Diese sind zwar niedrig, aber sie schlagen die Inflation auch nicht – allerdings brauchst du dann wenigstens nicht zu rechnen. Bei ETFs hast du das Renditepotenzial, schläfst aber weniger gut. Wie willst du dich da selbst positionieren?