Hallo zusammen, ich beschäftige mich intensiv mit der optimalen Struktur des neuen Depots ab 2027 und stoße immer wieder auf dieselbe Frage: Wie viel Rendite muss ich tatsächlich erwirtschaften, um nicht nur nominales, sondern reales Vermögenswachstum zu erzielen?
Die bisherige Diskussion dreht sich oft um Inflation als abstrakten Gegner. Aber konkret: Wenn die Inflation im Schnitt bei 2-2,5% liegt (wie vielen Prognosen zufolge langfristig erwartet), dann müsste ich doch mit einer reinen Anleihen-Komponente schon bei 2,5-3% Nominalrendite real Null rauskommen – bevor Kosten und Steuern abgehen.
Für die ETF-Rente als langfristige Strategie rechne ich mit historischen Durchschnitten (6-7% global), aber die Frage lautet ja: Wie viel davon bleibt mir konkret als reale Wertsteigerung? Und wie sensibel reagiert mein geplanter Mix aus klassischem Garantieprodukt und ETF-Quote auf unterschiedliche Inflationsszenarien?
Wer hat hier eine handfeste Rechnung oder Erfahrung, wie ihr das kalkuliert?
Da sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Nach meiner Rückkehr in die Altersvorsorge nach längerer Pause habe ich genau das durchgerechnet: Mit meinem Sparplanrechner kalkuliere ich für die klassische Komponente ca. 1,5-2% real (nach Kosten, vor Steuern), und die ETF-Quote soll die echte Rendite bringen. Meine Faustregel ist: 3-4% reale Gesamtrendite sind langfristig realistisch, wenn man 70% ETFs und 30% Garantie im Depot mischt und Kosten unter 0,5% p.a. hält. Das schlägt historisch die Inflation und baut echtes Vermögen auf – aber nur, wenn man die Quoten wirklich einhält und nicht bei Volatilität umschichtet.