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Nominale vs. reale Rendite: Wie erkenne ich inflationsbereinigt Wertzuwachs?

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L.Weber38
Beiträge: 49
Themenstarter
(@l-weber38)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#141]

Hallo zusammen, ich bin seit wenigen Wochen Vater und möchte endlich ernst mit der Altersvorsorge anfangen. Das neue Altersvorsorgedepot 2027 interessiert mich sehr – besonders die Kinderzulage. Aber jetzt verwirrt mich etwas beim Recherchieren: Überall lese ich von "Rendite", aber wenn die Inflation 3% beträgt und mein Depot nur 4% wächst, verdiene ich ja eigentlich nur 1% wirklich dazu, oder?

Ich verstehe die Unterscheidung nicht so richtig: Ist das, was ich in Depotberechnungen sehe, schon die echte Rendite nach Inflation? Oder muss ich das selbst abziehen? Und wenn ich mit ETFs für mein Kind vorsorge – welche Quote an Aktien ist realistisch, um wirklich über der Inflation zu bleiben, ohne zu viel Risiko einzugehen?

Riester war mir immer zu kompliziert mit all den Garantien. Hoffe das AVD erklärt sowas transparenter. Wo findet man die Inflationsbereinigung in den Apps oder bei den Anbietern?

Danke für Tipps!


2 Antworten
Marcus K.
Beiträge: 16
(@marcus_1988)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Sehr wichtiger Punkt für die Finanzplanung. Ich habe mir die Szenarien für 2027 durchgerechnet: Bei 3% Inflation brauchst du mindestens 4,5–5% Nominalrendite nur um die Kaufkraft zu halten. ETF-Mischungen erreichen das, Rentenfonds nicht mehr. Die Grundzulage bringt dir sofort ~20% Rendite im ersten Jahr (Sonderausgabenabzug), das ist der größte Inflationsschutz. Unterschätzen viele. Hier hatteich vorher auch zur Zulage geschrieben – Kontext ist ähnlich.


Antwort
ETFSparplan47
Beiträge: 38
(@etfsparplan47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage, L.Weber38! Das ist genau der Punkt, den viele Anfänger übersehen. Die Renditen, die Apps oder Depotberichte anzeigen, sind grundsätzlich **Nominalrenditen** – also ohne Inflationsbereinigung. Du musst also wirklich selbst rechnen: echte Rendite = Nominalrendite minus Inflation.

Bei deinem Beispiel (4% Nominal, 3% Inflation) hast du also tatsächlich ~1% **Realrendite**. Mit ETF-Mischungen (z.B. 70–80% Aktien bei 35+ Jahren bis Rente) erreichst du langfristig nominal 5–7%, was real nach 3% Inflation immer noch 2–4% bringt – solide für Vorsorge. Die meisten Anbieter zeigen das in 2027 leider nicht separat an, du musst selbst kalkulieren.


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