Hallo zusammen,
ich beschäftige mich ja lange mit den Effektivkosten beim neuen Altersvorsorgedepot und helfe gerne beim Thema Bonusregelungen weiter. Aber jetzt stellt sich mir eine grundsätzlichere Frage, die ich bisher nicht wirklich systematisch beantwortet habe.
Wenn ich beispielsweise mit einer ETF-Quote von 70% über 30 Jahre durchschnittlich 5,5% Rendite erwirtschafte, klingt das gut. Aber bei einer angenommenen durchschnittlichen Inflation von 2,0–2,5% pro Jahr bleibt mir real ja nur knapp 3,0–3,5% übrig. Das ist deutlich weniger beeindruckend.
Meine konkrete Frage: Wie berechnet ihr den *realen* Wertzuwachs eures Depots? Zieht ihr einfach die Inflation vom Gesamtertrag ab, oder nutzt ihr da ausgefeilte Methoden? Und noch wichtiger: Wie geht ihr damit um, falls die Inflation in einzelnen Jahren deutlich über 2,5% liegt – sollte man dann die Depot-Quote anpassen oder eher durchhalten?
Interessiert mich, wie ihr das praktisch angeht und welche Tools oder Berechnungsmethoden dabei helfen.
Wichtiger Punkt. In meinen Entnahmeplänen nach Renteneintritt rechne ich explizit mit Inflationsanpassungen. Die reale Kaufkraft ist entscheidend, nicht die nominale Zahl. Beim Altersvorsorgedepot 2027 empfehle ich: Zielrendite nominal minus 2,0% erwartete Inflation = Basis für deine Planung. Und die nachgelagerte Besteuerung separat rechnen, nicht durcheinanderwürfeln. Das macht's klarer.