Ich bin gerade mit dem Studium fertig und unterschreibe nächsten Monat meinen ersten Arbeitsvertrag. Gehalt: knapp 32k brutto. Natürlich denke ich über Altersvorsorge nach, aber ich bin ehrlich skeptisch, ob sich das Geförderte Altersvorsorgedepot 2027 für mich wirklich rechnet oder ob ich nicht einfach 2026 noch ein Jahr abwarten sollte.
Mein Hintergrund: Ich habe noch Studentenkredite (9k restschuld), möchte in die nächsten zwei Jahren sparen für nen kleinen ETF-Fonds nebenher – und dann kommt 2027 die staatliche Förderung. Wenn ich aber erst 2027 anfange, profitiere ich nicht von den Compound-Effekten der Jahre davor.
Also die eigentliche Frage: Lohnt sich als Berufsanfänger wirklich, jetzt 2026 noch auf Eigeninitiative Richtung Altersvorsorge zu sparen, oder sollte ich die Kohle lieber in Schuldenabbau + private ETF-Anlagen stecken und dann 2027 systematisch ins neue Depot starten?
Wie seht ihr das – vor allem bei kritischem Blick auf tatsächliche Effektivkosten?
Geringverdiener-Perspektive: Bei 32k passt die Grundzulage? Das ist ja der entscheidende Punkt. Wenn du die volle Zulage 2027 abholen kannst und die Schulden bis dahin weg sind – greif zu. Frag vorher aber mal bei der zuständigen Stelle nach, wie dein Status genau ist. Mittelberechtigung kompliziert – ich kenne das.
Aus meiner Erfahrung als Pensionär: Nicht zu kompliziert machen. Schulden weg, dann regelmäßig sparen – egal ob private ETF 2026 oder Depot ab 2027. Das Wichtigste ist Konsistenz, nicht Perfektion beim Timing. Die 12 Monate Verspätung sind bei 40+ Jahren bis Rente peanuts. Dafür psychologisch weniger Stress, wenn Schulden weg sind.
Interessant – ich hab dazu einen technischen Punkt: Die AltZertG-Zertifizierung setzt ja bestimmte Kostendeckel durch. Wenn du vergleichst: Private ETF-Sparplan 2026 vs. zertifiziertes AVD-Garantieprodukt ab 2027 – die Kostenstrukturen sind NICHT direkt vergleichbar. Das zertifizierte Produkt hat oft etwas höhere Verwaltungskosten, aber dafür garantierte Elemente. Ich habe dazu früher schon mal was durchgerechnet. Als Neueinsteiger würde ich das Effektivkosten-Kalkulatoren ernst nehmen, die ab Q1 2027 verfügbar sein sollen.