Hallo zusammen,
ich bin seit über 15 Jahren als freiberuflicher Berater aktiv und zahle nicht in die GRV ein – das Thema Altersvorsorge wird damit natürlich immer dringlicher. Bisher habe ich vor allem über ETF-Sparpläne privat vorgesorgt und dabei auf Inflationsschutz durch diversifizierte Portfolios gesetzt.
Jetzt stellt sich mir die Frage: Reicht das neue Altersvorsorgedepot 2027 als Hauptbaustein aus, wenn ich gar keine gesetzliche Rente aufbaue? Ich verstehe, dass die Grundzulage und die Zulage für Erwerbstätige mir zwar helfen, aber wie sieht es realistisch mit der Versorgungslücke aus?
Welche anderen Instrumente sollten Selbstständige ohne GRV parallel zum Depot einplanen – Rürup, klassische Versicherungen, oder reichen weiterhin private ETF-Sparpläne? Wie kalkuliert ihr das konkret durch, gerade wenn man die Inflationsrisiken der kommenden Jahre einplant? Freue mich auf eure Erfahrungen und Überlegungen.
Da sprichst du einen wichtigen Punkt an, Markus. Ich beschäftige mich gerade intensiv mit den Zulageregelungen des AltZertG und der beitragsproportionalen Berechnung – für Selbstständige ohne GRV-Beiträge wirds da aber knifflig. Die Grundzulage von jährlich 175 Euro ist zwar eine Hilfe, aber bei der Erwerbstätigenversichertenzulage brauchst du die formale Versicherung in der GRV oder Äquivalentes, sonst fällt die weg. Das ist für dich als Freiberufler ohne Pflichtversicherung ein erheblicher Nachteil gegenüber Angestellten. Ich würde ehrlich sagen: Das Depot allein wird wahrscheinlich nicht reichen. Eine ergänzende Absicherung wie Rürup könnte für dich steuerlich sinnvoller sein als eine klassische Versicherung. Deine privaten ETF-Sparpläne sind weiterhin wertvoll – kombiniert als Mehrschicht-Strategie.