Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem Altersvorsorgereformgesetz 2027 und den steuerlichen Besonderheiten des neuen Depots. Dabei bin ich auf einige Fragen gestoßen, die ich gerne systematisch durcharbeiten möchte.
Konkret geht es mir darum: Wie genau funktioniert die steuerliche Behandlung bei den Einzahlungen ins Altersvorsorgedepot? Ich verstehe, dass bis zu 20.000€ pro Jahr (ab 2028 bis 25.000€) als Sonderausgaben absetzbar sein sollen – aber wie wird das konkret bei der Steuererklärung abgewickelt? Wirkt sich das unmittelbar auf meine Lohnsteuer aus oder erst bei der Jahreserklärung?
Zweite Frage: Gibt es da Unterschiede zwischen Angestellten und Selbstständigen bei der Geltendmachung? Ich nutze aktuell mehrere Tracking-Apps für meine Kapitalanlage und möchte entsprechend auch verstehen, wie die automatisierte Erfassung der Einzahlungen später aussieht.
Und dritte Frage, die mich reizt: Sind da tatsächlich "versteckte" Effekte vorhanden, die die nominale Steuerersparnis schmälern? Etwa bei Sozialabgaben oder Freibeträgen?
Gerne mit konkreten Zahlenbeispielen – danke für Input!
Gute Frage, aber hier muss ich ehrlich sagen: Die veröffentlichten Regelungen sind noch nicht so präzise, dass man da sichere Aussagen treffen könnte. Was ich aus den bisherigen Gesetzesentwürfen lese, ist dass die Einzahlungen als Sonderausgaben gelten sollen – aber ob das automatisch über den Lohnsteuerabzug läuft oder erst in der Steuererklärung wirkt, ist meines Wissens noch offen.
Bei Riester konnten wir diese Effekte ja beobachten: Offiziell spart man z.B. 42% Steuern bei vollständiger Förderung, aber Selbstständige ohne angestellte Mitarbeiter bekommen diese Synergien schlecht hin. Meine Vermutung ist, dass beim AVD 2027 ähnliche "Lücken" entstehen werden – nur dass die sich erst später zeigen.
Hast du die ZfA-Vorabinformationen studiert? Die geben da manchmal mehr her als die reinen Gesetzestexte. Würde dich interessieren, was dort konkret zur Verfahrensweise steht.