Hi zusammen, ich bin 28 und habe gerade mein erstes Kind bekommen – herzlich willkommen! Jetzt versuche ich, mich auf das neue Altersvorsorgedepot 2027 vorzubereiten, bevor es losgeht.
Meine Frage: Ich bin zur Zeit noch Angestellte (Teilzeit), plane aber in den nächsten 1-2 Jahren, mich selbstständig zu machen – so nebenbei erstmal, später vielleicht hauptberuflich. Meine größte Sorge ist: Wenn ich selbstständig bin, habe ich dann überhaupt noch Zugang zur Kinderzulage und zur Grundzulage beim Altersvorsorgedepot? Bei der Riester-Rente war das ja immer so kompliziert mit Selbstständigen.
Auch: Falls ich berechtigt bin – muss ich die Selbstständigkeit anmelden, bevor ich das Depot eröffne? Oder kann ich erst sparer machen und später umsteigen, wenn sich meine Situation ändert?
Danke für euer Input – Riester war mir immer zu kompliziert, und ich hoffe, das neue System wird klarer!
Gute Frage! Ich habe mich das gleiche gefragt, als ich meine Förderberechtigung geklärt habe. Nach meinem Verständnis: Solange du als Angestellte versichert bist, hast du Zugang – das ist die Basis für Grund- und Kinderzulage. Sobald du selbstständig wirst ohne freiwillige RV-Versicherung, fällt das weg. Aber es gibt ja auch noch die Option, die Beiträge einfach privat ohne Förderung weiterzuführen, wenn sich deine Situation ändert. Das ist der praktische Vorteil gegenüber Riester – mehr Flexibilität bei Statuswechsel. Was ich aber nicht 100% weiß: Ob der Moment der Eröffnung oder der laufende Status relevant ist. Das sollte wirklich die ZfA oder deine Bank klären können!
Kurz und praktisch: Ich würde das Depot als Angestellte eröffnen, solange das möglich ist. Wenn du dann später selbstständig wirst, fragst du die Bank, wie es weitergeht – wahrscheinlich einfach weitersparen ohne Förderung. Mehr Zeit verschwenden würde ich da nicht drauf.
Respekt, dass du dich damit schon beschäftigst – ich bin selbst im Ruhestand und schaue mir das eher aus theoretischem Interesse an. Aber eines kann ich dir sagen: Die Frage, wie Förderung und Lebensumstände zusammenpassen, wird 2027 deutlich kritischer als bei Riester. Das neue System basiert stärker auf klaren Versicherungsstatus-Grenzen. Wenn du planst, selbstständig zu werden, würde ich die Entscheidung wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Deine Situation könnte 2027 ganz anders aussehen als jetzt, und das hat Konsequenzen.
Ich bin gerade selbst wieder am Anfang nach langer Pause – meine Situation ist ähnlich, nur dass ich angestellt zurückkomme. Zur Kinderzulage: Das sollte unabhängig vom späteren Status laufen, wenn das Kind erstmal angemeldet ist. Aber die beitragsproportionale Förderung beim Depot könnte für dich als spätere Selbstständige tatsächlich interessant sein – da schaut man auf deine tatsächlichen Einzahlungen, nicht auf einen festgelegten Satz. Das müsste auch im Selbstständigen-Fall funktionieren, wenn es geregelt ist. Würde mir das aber vorher konkret bestätigen lassen von der Seite, die das regelt. Die genauen AltZertG-Regelungen für Statuswechsel sind mir noch nicht klar genug.