Hallo zusammen,
ich bin seit etwa 10 Jahren mit einem klassischen Riester-Vertrag unterwegs und zahle monatlich ein. Die Garantiezinsen sind natürlich im Keller, aber ich bekomme immerhin noch die Grundzulage und die Kinderzulagen für meine zwei Kids – das war bisher ja das Rückgrat der ganzen Sache.
Jetzt die Frage: Macht es Sinn, 2027 komplett ins neue Altersvorsorgedepot zu wechseln? Ich habe viel gelesen über die neue beitragsproportionale Förderung und die ETF-Rente, und das klingt attraktiver als die garantierten 0,5% von meinem aktuellen Anbieter. Aber ich bin verunsichert:
- Kann ich meine bisherigen Riester-Ersparnisse einfach übertragen, oder muss ich die stehen lassen?
- Verliere ich Ansprüche auf Zulagen, wenn ich den alten Vertrag kündige?
- Wie läuft das mit den Kinderzulagen – gelten die auch im neuen Depot?
- Ist der administrative Aufwand es wert, oder sollte ich das alte Ding einfach weiterlaufen lassen und parallel im Depot sparen?
Freue mich auf Erfahrungen, besonders von Eltern, die in ähnlicher Situation sind.
Das ist genau die Frage, die ich mir auch stelle, Sabine. Ich verfolge die Riester-Reform ja schon eine Weile – das neue Depot mit beitragsproportionaler Förderung ist tatsächlich fairer konzipiert als die alte Riester-Welt. Aber bei dir mit zwei Kindern würde ich nicht voreilig handeln. Die Kinderzulagen sind was anderes als die Grundzulage, und es kommt drauf an, wie die ZfA die Übergänge regelt. Hast du schon überlegt, mit deinem aktuellen Anbieter Kontakt aufzunehmen? Die sollten ab spätestens Ende 2026 wissen, wie Altverträge behandelt werden. Für mich steht fest: Ich nutze 2027 den Berufseinsteigerbonus vollständig aus, aber parallel könnte ich mir auch vorstellen, einen Teil der alten Riester-Ersparnisse zu halten und separate neue Beiträge ins Depot zu fließen.
Guter Punkt, Marcus. Bei mir war es ähnlich: Ich habe früher die Sonderausgabenabzüge mal durchgerechnet, und da sieht man schnell, wo echte Einsparungen entstehen. Sabine, mein Tipp: Sammle bis Herbst 2026 alle Unterlagen deines Riester-Vertrags (Gebühren, bisherige Rendite, Zulagekombination), und dann vergleich das mit einer Mockup-Berechnung fürs neue Depot bei einem zertifizierten Anbieter. So kriegst du konkrete Zahlen statt Spekulationen.
Kurz gesagt: Wart auf die offiziellen Migrations-Richtlinien von der ZfA, die müssten bis Herbst 2026 kommen.