Hallo zusammen, ich bin Claudia und steige nach 12 Jahren Familienzeit gerade wieder ins Berufsleben ein. Ich habe noch einen alten Riester-Vertrag laufen, auf dem sich über die Jahre einiges angesammelt hat. Jetzt lese ich überall von der Reform und dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 und bin ehrlich gesagt etwas verwirrt.
Meine Frage: Muss ich meinen Riester-Vertrag kündigen und das Geld ins neue Depot übertragen? Oder kann ich beides parallel laufen lassen? Was passiert mit der staatlichen Förderung, die ich bisher bekommen habe? Ich interessiere mich besonders für die Frühstart-Rente beim Standarddepot – ist das wirklich besser als mein jetziger Riester-Vertrag?
Ich möchte da jetzt nicht den falschen Fehler machen und dann später feststellen, dass ich viel Förderung verschenkt habe. Hat jemand schon konkrete Erfahrungen damit gemacht oder kann mir die Unterschiede erklären?
Danke schon mal!
Die nachgelagerte Besteuerung wird in deinem Fall interessant, Claudia – vor allem wenn du nach Jahren wieder erwerbstätig bist und besseres Einkommen hast. Die Auszahlungsphase ist steuerlich günstiger als der Aufbau-Zeitraum.
Gute Frage, Claudia. Das ist tatsächlich eine häufige Schnittstelle, die viele übersehen. Ich hab mir die technischen Aspekte genau angeschaut: Bei der Umschichtung brauchst du im Grunde zwei Szenarien durchzudenken – weiterführen des Riester-Vertrags ODER Migration ins neue Depot. Die Effektivkosten sind ganz entscheidend. Das neue Standarddepot mit Frühstart-Rente hat bei den meisten Anbietern niedrigere TERs als klassische Riester-Produkte, was sich gerade bei langen Laufzeiten stark bemerkbar macht. Aber: Altverträge haben oft Garantien, die du aufgibst. Meine Empfehlung – einen konkreten Kostenvergleich rechnen lassen, nicht einfach kündigen. Siehe auch mein früherer Thread zu Riester-Altverträgen.