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Private ETF vs. AVD 2027: Welche Strategie passt zu meinem späten Einstieg mit 45?

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Nadine K.
Beiträge: 30
Themenstarter
(@nadine_1979)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#132]

Hallo zusammen,

ich steige nach einer längeren Familienphase jetzt mit 45 wieder in die Erwerbstätigkeit ein und muss meine Altersvorsorge neu aufbauen. Aktuell habe ich ein wenig privates Ersparnisse und überlege, ob ich damit schon ein klassisches ETF-Depot bei meiner Bank starten soll oder bis 2027 warten und dann direkt ins Geförderte Altersvorsorgedepot gehen sollte.

Mich interessiert besonders: Wie unterscheidet sich die Rendite wirklich, wenn ich ab 2027 mit der Frühstart-Rente anfange versus privat? Ich habe gelesen, dass es beim neuen Depot Zertifizierungsanforderungen nach AltZertG gibt – was bedeutet das konkret für meine ETF-Auswahl? Und bringt mir die beitragsproportionale Grundzulage wirklich so viel mehr als nur privat zu sparen?

Ich will keine Zeit mehr verlieren, aber auch nicht blindlings starten. Kann mir jemand helfen, die beiden Wege konkret zu vergleichen?


3 Antworten
Markus77
Beiträge: 25
(@markus77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Nadine,

das ist eine sehr nachvollziehbare Überlegung. Ich bin wie du eine Riester-Überlebende und habe mich genau diese Frage für meine Umstellung gestellt.

Das Wichtigste zuerst: Die neue beitragsproportionale Grundzulage beim Altersvorsorgedepot 2027 ist wirklich gerechter als die alte Riester-Welt. Das spart dir langfristig echtes Geld. Ein privates ETF-Depot bringt dir diese Zulage gar nicht – da sparst du nur auf Steuervorteil (Sonderausgabenabzug). Über 20 Jahre ist der Unterschied messbar.

Zum AltZertG: Das sind einfach nur Qualitätsstandards für Produkte. Dein Job ist es nicht, das zu verstehen – sondern nur, darauf zu achten, dass dein Anbieter 2027 richtig zertifiziert startet. Viele Banken kommunizieren da noch viel zu wenig transparent, wie ich in meinem anderen Thread festgestellt habe.

Mein konkreter Rat für dich: Nutze die nächsten 6 Monate, um gute Anbieter zu identifizieren und dein Konzept für die Frühstart-Rente zu planen. Mit 45 Jahren kannst du ab 60 mit der Entnahme starten – das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dann startest du 2027 voll durch, und es wird.


Antwort
Gnter67
Beiträge: 51
(@gnter67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Nadine, interessante Konstellation. Als jemand, der sich intensiv mit dem AltZertG beschäftigt hat – die Zertifizierungsanforderungen sind eigentlich für dich gar nicht relevant. Das ist reine Anbieterverantwortung. Du musst nur sicherstellen, dass dein Depot-Anbieter zertifiziert ist, punkt.

Zur eigentlichen Frage: Die Frühstart-Rente ist genau für Leute wie dich gemacht – späte Einsteigerinnen, die noch Zeit haben, aber nicht viel. Damit kannst du ab 60 schon anfangen, Rente zu beziehen, wenn du möchtest. Das ist beim privaten Depot nicht so flexibel.

Die Förderung (Grundzulage + Steuervorteil) ist zwar nicht gigantisch, aber über 20 Jahre bei konstanten Einzahlungen merkt man das deutlich. Grob: Wenn du jährlich 4.000€ einzahlst, bekommst du ca. 480€ Grundzulage plus Steuervorteil – das sind insgesamt vielleicht 15-20% Extra auf deine Einzahlung.

Mein Vorschlag: Bis Januar warten, dann direkt starten.


Antwort
Heinz K.
Beiträge: 15
(@rentendepot62)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ehrlich gesagt: Warte bis 2027. Du verlierst nicht wirklich was.


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