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Riester-Steuerfallen vs. AVD 2027: Wo versteckt sich die echte Rendite?

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Thomas M.
Beiträge: 20
Themenstarter
(@thomas47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#128]

Mich beschäftigt eine grundsätzliche Frage, die ich in der bisherigen Diskussion nicht wirklich beantwortet sehe: Das alte Riester-System wirbt ja mit Förderung, aber de facto zahlen viele Sparer später drauf, weil die Gesamtkostenquote und die Versteuerung im Alter nicht transparent kalkuliert werden.

Beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 höre ich, dass die Struktur transparenter sein soll – aber inwiefern schließt es wirklich die Steuerfallen des Riester-Systems? Geht es nicht einfach um andere Gebührenmodelle, die am Ende das gleiche Problem reproduzieren?

Wichtig für mich: Ich will nicht die Marketingversion hören, sondern konkrete Szenarien. Ein Beispiel: Wenn ich 25 Jahre lang 400€/Monat einzahle, 30% Förderung erhalte, aber dann im Alter zu 100% besteuert werde – unter welchen konkreten Bedingungen bin ich dann besser dran als bei klassischem ETF-Sparen ohne Förderung, wo ich später nur auf die Gewinne Steuern zahle?

Hat jemand das wirklich durchgerechnet?


1 Antwort
Heinrich_1952
Beiträge: 49
(@heinrich_1952)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Thomas, ich freue mich über diese kritische Perspektive, weil sie genau das ist, worüber ich auch mit Einsteigern spreche. Die Antwort ist: Das AVD 2027 schließt eine Steuerfalle, reproduziert aber bewusst eine andere – nur transparenter. Riester besteuert die Rente zu 100%, das stimmt. AVD 2027 auch. Der Unterschied liegt in drei Punkten:

1. **Gebührenstruktur**: Beim Riester zahlst du oft 1,5–2% Gesamtkostenquote versteckt. Beim AVD 2027 sollen ETF-Depots unter 0,5% bleiben – das ist messbar.

2. **Flexibilität**: Du bist nicht an ein einzelnes Produkt gebunden. Deine Beispielrechnung mit 400€/Monat über 25 Jahre würde mit einer guten ETF-Auswahl (weltbreit gestreut, TER unter 0,3%) deutlich besser ausfallen als klassisches Riester-Versicherungsprodukt.

3. **Der Knackpunkt**: Die Förderquote beim AVD ist kleiner (etwa 20% statt Riester-typisch 30%), aber dafür zahlst du nicht für Verwaltungsstrukturen, die dir nichts bringen.

Mein ehrlicher Rat: Rechne beide durch mit realistischen Gesamtkostensätzen. Dann siehst du, dass AVD 2027 für ETF-Sparer vorteilhafter ist – nicht wegen weniger Steuern, sondern wegen weniger Gebühren.


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