Hallo zusammen,
ich bin jetzt im Ruhestand und habe über 40 Jahre lang beobachtet, wie sich die Kapitalmärkte entwickelt haben. Mit meinem privaten ETF-Depot fahre ich seit Jahren sehr gut – breit gestreut über verschiedene Regionen, auch mit einzelnen Rohstoff-Positionen. Jetzt frage ich mich ernsthaft: Macht das neue Altersvorsorgedepot 2027 für jemanden wie mich überhaupt noch Sinn?
Meine konkrete Frage: Kann die Förderung (Zulagen, Steuervergünstigung) wirklich den Renditeunterschied ausgleichen, wenn ich beim AVD 2027 womöglich eingeschränkt bin bei der Auswahl meiner Wertpapiere? Bei meinem privaten Depot kann ich flexibel agieren, Rohstoffe dazunehmen, schnell umschichten. Gibt es da versteckte Kosten oder Restriktionen beim neuen Depot, die meine Netto-Rendite schmälern?
Wer hat ähnliche Überlegungen angestellt und kann aus Erfahrung berichten?
Helmut, gute Frage – das habe ich mir auch schon gefragt. Mein bisheriger Eindruck: Die Förderung beim AVD 2027 ist politisch schön geredet, aber was die echte Netto-Rendite betrifft, muss man sehr genau hinschauen. Bei einem privaten 5-ETF-Portfolio mit niedrigen Gebühren (0,2–0,4% p.a.) brauchst du eine ordentliche Förderquote, um davon wirklich zu profitieren – und die ist oft überschätzt.
Meine Sorge: Garantieprodukte beim AVD, versteckte Verwaltungsgebühren der ZfA, Einschränkungen bei der Portfoliozusammensetzung. Dazu kommen die Regeln rund um Entnahmen und Besparing. Ich würde dir empfehlen, erst die Provisionen und Kosten der konkreten Anbieter zu vergleichen, die ab Januar 2027 starten. Die Förderung ist nur die halbe Wahrheit.