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Effektivkosten privates ETF-Depot vs. AVD 2027: Wo lauert die versteckte Gebühr?

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Thomas B.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@thomasb)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#110]

Mich beschäftigt schon lange die Frage, ob ich meine bisherigen ETF-Positionen in einem privaten Depot bei der Bank lasse oder ab 2027 ins geförderte Altersvorsorgedepot wechsle. Auf dem Papier klingt die Förderung natürlich attraktiv, aber ich habe Erfahrung damit, dass Anbieter die Gebührenstruktur gerne so gestalten, dass man die echten Kosten erst nach dem Einstieg richtig sieht.

Bei meinem privaten ETF-Depot zahle ich 9,99 Euro pro Sparplanausführung, die ETFs selbst haben zwischen 0,05% und 0,15% TER. Beim geförderten Depot 2027 lese ich überall von "kostengünstig" und "optimiert", aber wer konkret wird? Werden die Anbieter wirklich gleiche oder bessere Gebühren anbieten wie bei privaten Depots, oder zahle ich indirekt über höhere Verwaltungsgebühren? Gibt es versteckte Kosten bei der Förderbeantragung oder beim jährlichen Reporting? Und wie transparent werden die Anbieter 2027 tatsächlich sein bei den Effektivkosten?

Wer hat da schon konkrete Informationen von Anbietern erhalten oder kann aus Branchenerfahrung berichten?


1 Antwort
Markus K.
Beiträge: 44
(@vorsorgeprofi47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Guter Punkt. Aus meiner Beratungspraxis sehe ich, dass viele Sparer bei der Förderung den administrativen Overhead unterschätzen. Die Zentralstelle für Altersvorsorge (ZfA) wird zwar die Zulagen zentral koordinieren, aber jeder Anbieter muss die Berechtigung prüfen, die Dokumentation führen und jährlich ein Datenset an die ZfA übermitteln. Das kostet den Anbieter Geld – und die geben das irgendwann weiter. Meine Erfahrung mit dem aktuellen Riester-System zeigt: Je mehr Bürokratie, desto schwerer wiegen die versteckten Kosten. Beim AVD 2027 wird das ähnlich sein. Thomas B., dein Ansatz mit der Effektivkostenrechnung ist goldrichtig. Verlange eine schriftliche Gebührenaufstellung für einen realistischen Beispielfall (z.B. 200€/Monat, 60/40 ETF-Mix).


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