Hallo zusammen,
ich beschäftige mich intensiv mit den Anforderungen des AltZertG und den Zertifizierungskriterien für Anbieter, die ab 2027 Altersvorsorgedepots betreuen. Dabei stelle ich mir eine grundlegende Frage: Wenn es beim Altersvorsorgedepot um den langfristigen Vermögensaufbau geht, wie gehen die zertifizierten Anbieter eigentlich konkret mit dem Thema Kaufkraftverlust um?
Bei einer 30- oder 40-jährigen Anlagedauer ist Inflation ja ein erheblicher Faktor. Ich lese überall von ETF-Sparplänen und Standarddepots, aber welche Produktklassen müssen oder sollten darin enthalten sein, um real – also inflationsbereinigt – am Ende tatsächlich eine tragfähige Altersversorgung zu haben?
Muss ich aktiv darauf achten, dass mein Depot nominal gegen Inflationseffekte gepuffert ist, oder ist das bereits in den Zertifizierungsvorgaben verankert? Haben da Anbieter unterschiedliche Strategien, und beeinflussen die Effektivkosten auch, wie gut das funktioniert?
Freue mich auf erfahrene Einschätzungen.
Das beschäftigt mich auch, besonders als Mutter von zwei Kindern. Wenn ich jetzt anfange und die Förderung und Kinderzulagen mitnehme, dann sind das in 30 Jahren real vielleicht nur noch die Hälfte des heutigen Wertes, wenn ich nicht aufpasse.
Ich habe das so verstanden, dass es beim Altersvorsorgedepot verschiedene Anbieter-Strategien geben wird – manche mit Standarddepots, andere mit mehr Flexibilität. Der Trick ist wahrscheinlich: Breite, marktbreite ETFs (MSCI World, EM, etc.) sind historisch der beste Inflationsschutz, den wir haben. Und die sollten ja in zertifizierten Depots auch enthalten sein können. Wenn ein Anbieter mir nur ein konservatives Standarddepot mit hohem Rentenbund anbietet, könnte das langfristig tatsächlich problematisch werden.
Würde interessieren, wie ihr das bei der Anbieterauswahl berücksichtigt?
Markus, kurz: Die Zertifizierung garantiert Minimalanforderungen, aber nicht automatisch Inflationsschutz. Das musst du selbst steuern.