Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv damit, wie die beitragsproportionale Förderung im neuen Altersvorsorgedepot 2027 eigentlich mit meiner gesetzlichen Rente zusammenhängt – oder ob es da überhaupt einen direkten Zusammenhang gibt.
Mein Verständnis ist bislang: Die GRV berechnet sich über Entgeltpunkte, Rentenwert und Zugangsfaktoren. Das Depot 2027 ist davon quasi unabhängig – ein zusätzliches Kapitalanlage-System. Aber die Frage, die mich beschäftigt: Ändert sich die Logik, wenn ich über die beitragsproportionale Förderung maximal einzahle? Bekomme ich da faktisch eine "künstliche Erhöhung" meiner Erwerbstätigenrentenbeiträge simuliert, oder ist das komplett getrennte Systeme?
Außerdem würde mich interessieren: Wie plane ich das sinnvoll zusammen mit der Kinderzulage? Gibt es da Grenzfälle, bei denen eine hohe Kindeförderung im Depot meine GRV-Beiträge anders gewichtet?
Ich bin aktuell dabei, verschiedene Berechnungstools zu vergleichen – vielleicht kennt jemand zuverlässige Rechner, die beide Systeme korrekt abbilden?
Danke für Einordnung!
Hallo Markus,
das ist eigentlich eine gute Frage, aber ich muss zugeben: Bei der Verzahnung von GRV-Formel und Depot-Förderung bin ich selbst noch nicht 100% sicher. Ich kümmere mich gerade sehr viel um ETF-Auswahl und Rebalancing-Strategien – das ist eher meine Baustelle.
Aber soweit ich verstanden habe: Die Systeme sind tatsächlich unabhängig. Deine GRV-Entgeltpunkte entstehen durch deine regulären Rentenbeitragszahlungen, die Depot-Förderung ist eine extra staatliche Zuwendung. Aber zur Frage, wie Kinderzulage und beitragsproportionale Förderung im Detail zusammenwirken – dafür bräuchtest du wahrscheinlich jemanden, der die Förderlogik tiefer durchdrungen hat.
Vielleicht findet sich im Forum ja jemand mit mehr Durchblick dazu?
Sehr gute Frage, Markus. Ich bin auch gerade dabei, das für meine Situation nach der langen Familienzeit durchzudenken. Soweit ich das verstanden hab: nachgelagerte Besteuerung beim Depot + GRV funktionieren unabhängig. Aber für die Gesamtplanung ist es wichtig zu wissen, wie beide aufgebaut sind, damit die Rente im Alter nicht überraschend hoch besteuert wird.
Gute Beobachtung, Markus. Nach 15 Jahren systematischer Aufbau kann ich dir sagen: Die beiden Systeme sind strukturell getrennt, aber psychologisch wertvoll zusammen zu denken.
Deine GRV rechnet sich nach objektiven Formeln – da gibt es keine Überraschung. Das Depot 2027 ist dann dein flexibler Zusatz-Baustein, den du selbst steuern kannst. Speziell bei der Kinderzulage: Die wirkt sich vollständig im Depot aus, hat aber keinen Rückkopplungseffekt auf deine GRV.
Was mich betrifft: Ich nutze gerne Szenarien-Rechnungen der Anbieter, um zu schauen, wie verschiedene Einzahlungsszenarien wirken. Das hilft bei der Frage, ob man z.B. mehr ins Depot oder in Zusatz-Immobilienpläne steckt. Aber zur reinen Formel-Interaktion: die gibt es nicht.