Hallo zusammen,
ich bin Software-Entwickler und beschäftige mich intensiv mit den technischen Aspekten des Altersvorsorgedepots 2027. Dabei bin ich auf eine Frage gestoßen, die mich beim Vergleich der Broker und ihrer Renditekalkulationen immer wieder beschäftigt: Wie funktioniert eigentlich die Rentenformel der GRV konkret?
Ich verstehe, dass die gesetzliche Rente aus Entgeltpunkten, Zugangsfaktor, Rentenwert und Erwerbstätigenjahren berechnet wird. Aber wenn ich die verschiedenen Szenarien durchrechne – zum Beispiel Renteneintritt mit 63 vs. 67 – möchte ich wissen, wie genau der Zugangsfaktor wirkt und wie realistische Werte aussehen.
Das interessiert mich deshalb, weil ich die ETF-Renditeerwartungen im Depot 2027 gegen die realen GRV-Leistungen abwägen möchte. Und je nach Berechnung ergibt sich ja ein völlig anderes Bild für die Sinnhaftigkeit der Förderung.
Hat jemand da eine gute Erklärung oder kennt verlässliche Rechenbeispiele? Danke schonmal.
Lieber Thomas, ich hab mir das auch schon genauer angeschaut, weil ich meiner Frau helfen möchte, ihre Rente später richtig einzuschätzen. Das mit dem Zugangsfaktor ist wirklich entscheidend – wenn Sie früher gehen, wird's schnell knapp.
Was mich interessiert: Wie rechnet die ZfA das alles später im Depot zusammen? Also wenn jemand neben der GRV auch noch aus dem geförderten Altersvorsorgedepot Entnahmen macht – wird das bei Sozialleistungen berücksichtigt?
Bei der Rentenberechnung selbst würde ich aber zur Rentenauskunft greifen, nicht zu irgendwelchen Rechnern im Netz. Die DRV kennt Ihre genaue Erwerbsbiografie, und die ist die Basis für alles andere.
Thomas, das ist genau der Punkt, wo viele Leute anfangen, zu jonglieren. Mit über 40 Jahren Beruf hab ich das durchlebt: Die Rentenformel selbst ist einfach, aber die strategischen Implikationen sind komplex.
Was ich dir aus Erfahrung mitgeben kann: Die gesetzliche Rente ist Basis, aber das Depot 2027 sollte nicht gegen sie arbeiten, sondern sie ergänzen. Der Zugangsfaktor bei frühzeitigem Renteneintritt ist brutal – das ist mathematisch fast nie zu kompensieren, auch nicht mit sehr guten ETF-Renditen.
Ich würde dir empfehlen: Hole deine Rentenauskunft, rechne konkrete Szenarien durch (67, 65, 63 Jahren), und dann overlay deine Depot-Strategie drauf. Dann siehst du wirklich, wo die Lücke ist und wie groß sie sein darf.
In meinem Thread zu den Förderkomponenten von Tag 1 bin ich auch auf die Zeitdimensionen eingegangen – könnte dir dort auch noch konkrete Denkweisen helfen.