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Riester vs. AVD 2027: Wie wirkt sich die Umstellung auf die Förderrendite aus?

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Marcus H.
Beiträge: 21
Themenstarter
(@marcusheld)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#77]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Vergleich zwischen meiner aktuellen Riester-Rente und dem neuen Altersvorsorgedepot 2027, das ich ab Januar nutzen könnte. Meine Frage zielt auf die langfristigen Effekte der unterschiedlichen Besteuerungsmodelle ab.

Bei Riester zahle ich ja mit bereits versteuertem Einkommen ein und profitiere sofort von der Zulagenförderung – das ist transparent und planbar. Beim AVD 2027 funktioniert das anders: Einzahlungen sind steuerlich absetzbar (nachgelagerte Besteuerung), und ich bekomme zusätzlich die Grundzulage plus Berufseinsteigerbonus, wenn ich die Voraussetzungen erfülle.

Meine konkrete Frage: Wie rechne ich die echte Förderrendite über 30+ Jahre realistisch durch? Der Berufseinsteigerbonus von bis zu 50% in den ersten vier Jahren klingt verlockend, aber wie wirkt sich das nachgelagert aus, wenn ich später im höheren Steuersatz bin? Und macht es Sinn, beide Produkte parallel zu nutzen, oder sollte ich mich für eines entscheiden?

Ich suche keine Marketing-Aussagen, sondern fundierte Rechenbeispiele und Erfahrungen von anderen, die diese Vergleiche systematisch durchdacht haben.


2 Antworten
Marcus K.
Beiträge: 16
(@marcus_1988)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Zu deiner Frage mit dem höheren Steuersatz: Das ist exakt der Knackpunkt bei der Steuervergleichsrechnung. Die These "im Alter niedrigerer Satz" gilt längst nicht für alle. Wenn du jetzt 80.000€ verdienst (ca. 34% Grenzsteuersatz), deine Rente später aber mit anderen Einkünften zusammen 70.000€ ergibt – zahlst du im Alter fast genauso viel Steuern. Dann nützt dir die Absetzbarkeit heute relativ wenig. Ich würde dir empfehlen, zuerst deine prognostizierte Rentensituation abzuschätzen: Gesetzliche RV + AVD-Entnahme = Gesamtrente. Dann gegen deinen heutigen Grenzsteuersatz rechnen. Das ist die einzige seriöse Methode.


Antwort
Thomas B.
Beiträge: 24
(@thomasb)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das wichtigste Kriterium, das viele Sparer übersehen: die Gesamtkostenquote im Depot selbst. Ob AVD oder Riester – wenn die laufenden Gebühren 0,8% statt 0,3% sind, kostet dich das über 30 Jahre eine Rendite von 2-3 Prozentpunkten. Das wiegt alle Fördereffekte auf. Hast du da schon bei den Anbietern angefragt, was AVD 2027 kosten wird?


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